Nein zur Werbetafel bekräftigt

An der Nürnberger Straße, im Grundstück vor der Scheune, ist die umstrittene Werbetafel geplant. Bild: Völkl

Für die Richterin spricht nichts gegen eine Plakatwerbetafel in der Nürnberger Straße. Ganz anders sieht es der Marktgemeinderat: Er bleibt bei seinem Nein und geht in Berufung.

Wernberg-Köblitz. (cv) Das Thema beschäftigt den Markt schon geraume Zeit. In einem Grundstück am Ortseingang - gleich im Anschluss an die Aral-Tankstelle - soll eine großflächige Plakatwerbetafel aufgestellt werden. Der Marktrat ist der Ansicht, dass dies nicht mit dem Bebauungsplan "Ortskern Wernberg" zu vereinbaren ist, in dem im Sinne des Ortsbildes entsprechende Reglementierungen getroffen wurden. In Sachen Werbetafel kam es nun vor rund drei Wochen zu einem Ortstermin mit einer Richterin des Verwaltungsgerichtes Regensburg.

Wie Bürgermeister Georg Butz dem Gremium in der letzten Marktratssitzung mitteilte, sah die Richterin keine Schutzwürdigkeit, die gegen die besagte Platzierung sprechen würde. Der Blick auf Burg Wernberg spielte für sie anscheinend keine Rolle. Die Richterin sah das Ortsbild nicht zusätzlich beeinträchtigt. Es gebe keinen Grund, die Tafel abzulehnen. Auch das Argument, dass eine Genehmigung angesichts des geltenden Bebauungsplanes kritisch zu sehen sei, zog nicht.

Marktrat Gerhard Bäumler interessierten die Kosten, die fällig würden, wenn der Markt in Berufung gehe. Laut Verwaltungsleiter Stefan Falter wären sie relativ gering. Bäumler tendierte angesichts der Tragweite des Themas dazu, es nicht auf sich bewenden zu lassen. Ähnlichen Anträgen wären Tür und Tor geöffnet: "Dann können wir unseren Bebauungsplan vergessen".

Wenn er nicht gerichtsfest sein sollte, "ist es besser, wir wissen das jetzt, als später", meinte Markträtin Marianne Schieder. "Einfach abnicken" fand auch Vitus Bauer nicht in Ordnung. "Wir wollen eine Entscheidung", fasste Bürgermeister Butz die Meinung der Markträte zusammen. Einstimmig beschloss das Gremium, in Berufung zu gehen.

Die Jahresrechnung 2013 war vom Prüfungsausschuss durchgearbeitet worden. Die diversen Feststellungen und Anmerkungen hatte das Marktratsgremium bereits nichtöffentlich behandelt. Thematisiert wurde von Vitus Bauer nochmals die Unterdeckung bei Kanal und Wasser, wobei Zweiter Bürgermeister Alexander Werner auch darauf verwies, wie schwierig es sei die Bedarfsentwicklung zu kalkulieren. Marianne Schieder bemängelte, dass im Zahlenwerk zu viele Positionen in einem Punkt zusammengefasst würden, worunter die Transparenz leide. Mit dem Kämmerer werden diese Punkte geklärt. Die Jahresrechnung wurde mit drei Gegenstimmen der SPD (Marianne Schieder, Christa Mösbauer und Christian Liebl) festgestellt. Die überwiegende Mehrheit des Gremiums entlastete den Bürgermeister für das Rechnungsjahr 2013. Gegenstimmen kamen auch hier von Schieder, Mösbauer und Liebl.
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