Neu formierter SC Luhe-Wildenau will sich in Kemnath beweisen
Jetzt folgt die Nagelprobe

Luhe-Wildenau. (af) Die gesamte Bezirksliga Nord ist neugierig, was der SC Luhe-Wildenau macht: Setzt es am Sonntag beim SVSW Kemnath die erwartete Klatsche? Oder hält der neu formierte Sportclub die Niederlage in Grenzen? Was nicht auszudenken wäre: Schafft die Mannschaft von Trainer Roland Rittner gar eine faustdicke Überraschung?

"Wir treten mit einer ordentlichen Mannschaft an. Was rauskommt, müssen wir sehen", hält Siegfried Goschler den Ball zunächst flach. Dann wird der kommissarische Spartenleiter doch mutiger: "Wir wollen Kemnath Paroli bieten. Ich glaube nicht, dass wir abgewatscht werden."

Vor vier Wochen war der Sportclub völlig am Boden. Nach dem Abgang des kompletten Bezirksligakaders der vergangenen Saison stand der Traditionsverein vor der Abmeldung. Dann übernahmen Goschler und Rittner das Kommando, stellten aus dem Nichts ein neues Team auf die Beine. Mit sichtbarem Erfolg: Der SC wird am Sonntag mit 15, vielleicht auch 16 Spielern die Fahrt nach Kemnath antreten. Zwei Kleinbusse sind geordert. Darin Platz nehmen wird ein bunter Mix von Fußballern.

Bewährte SC-ler wie Matthias Rothballer, Michael Dirscherl, Stephan Frischholz oder Ü40-Akteur Thomas Herrmann sind genau so an Bord wie ehemalige Reservespieler. Hinzu kommen Neuzugänge mit Bekanntheitsgrad: Petr Winkelhöfer etwa, der Tscheche trug in der vergangenen Saison das Trikot des VfB Mantel. Oder Manuel Lehnert. Der ehemalige Schiedsrichter kickte zuletzt für das Kreisligateam des TSV Erbendorf. Nach der Absage von Markus Dagner übernimmt Manuel Kessler den Posten als Torwart. Der 18-Jährige stand im B-Juniorenteam des FC Weiden-Ost zwischen den Pfosten, ehe er vor zwei Jahren mit dem Kegelsport beim SC Luhe-Wildenau begann. Nun wechselt er wieder von der Kegelbahn auf den Rasen ....

Gut möglich, dass der SC Luhe-Wildenau noch weitere Verstärkungen erhält. Am letzten Training nahmen 20 Spieler teil, darunter auch drei Tschechen. "Sie haben die Unterschrift geleistet und versprochen, dass sie ihre Pässe mit einer Freigabe bringen", erzählt Goschler. Auch neben dem Platz erhält das SC-Gefüge wieder Struktur. "Platzwart, Betreuer, Reinigungskräfte. Wir haben eigentlich alles", freut sich Goschler. Nur keinen Pressemitarbeiter, ihn sucht Goschler händeringend.

Und natürlich fehlen die Punkte. Um die geht es zum Saisonauftakt in Kemnath. Wenn es dort nicht klappt, dann folgen weitere Versuche. Goschler verspricht: "So lange ich im Amt bin und die Spieler dabei bleiben, werden wir die Saison durchziehen. Da gibt es keine Diskussionen."
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