Neue Chance nutzen
Angemerkt

Die Umsetzung der beiden Beachvolleyballfelder wird den Stadtrat noch länger beschäftigen. Die Variante "Altes Stadtbad" war mit CSU, FWU und FDP/FWS nicht zu machen. Sie beharrten auf der Alternative im Bürgerpark beim Abenteuerspielplatz oder führten Kostengründe an.

Grünen und SPD ging es um den Charakter eines Mehrgenerationenparks für Alt und Jung. Die beliebten Einrichtungen Bolzplatz und Kneippbecken spielten hier sicher das Zünglein an der Waage. Dennoch dürfen die Argumente von Dr. Patrick Fröhlich und Peter Bruckner nicht als Bremsklotz abgetan werden. Die sachlich-faire Diskussion birgt auch hier die Chance zum Konsens.

Gehen wir einmal davon aus, dass es stimmt, dass Jugendliche nicht gerne in der Nähe eines Kinderspielplatzes ihren Hobbys nachgehen, würde der Park für die Beachvolleyballer schon von Anfang an unattraktiv. Dass WCs, eine Umzäunung und befestigte Parkplätze zum Standard gehören, dürfte andererseits einleuchten.

Würde man dies alles - nach korrekter Ermittlung der Kosten, die eine mobile Toilettenanlage mit berücksichtigen sollte - am Standort "Altes Bad" schaffen, könnten sicher auch die Mehrheitsfraktionen ihre Ampeln auf Grün schalten. Hätte Bürgermeister Michael Göth darauf beharrt, über den ursprünglichen Antrag abstimmen zu lassen, wäre dieser durchgefallen - die Überprüfung der Alternative birgt zumindest die Chance, dass das Thema aktuell bleibt.

Eines aber muss klar sein: dass das Ausfechten politischer Sträuße nicht auf dem Rücken der Jugend ausgetragen werden darf - sie wartet nämlich schon zu lange auf ihre Beachvolleyballfelder.
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