Neue Ideen für die Museen

Der Andrang, der zu Beginn im Museum 34 und im Lodesmuseum herrschte, ist abgeflaut. Zuwenig Exponate machen auch den ursprünglich angedachten monatlichen Wechsel eines Ausstellungsstückes schwierig. Bild: swt

Ferienzeit ist Urlaubszeit. Manch einer findet jetzt die Muße, nicht nur im Freibad, sondern auch mal in der Geschichte oder der Kunst zu baden. Beides ist in Auerbach möglich, nämlich im Museum 34 im Bürgerhaus und im Lodesmuseum im Schlosshof. Dennoch ist es um sie in jüngerer Zeit etwas still geworden.

Der Andrang der frühen Monate ist abgeflaut, und der Wechsel der Objekte, der im ursprünglichen Konzept monatlich angedacht war, scheint eingeschlafen. Die SRZ sprach darüber mit dem Vorsitzenden des Fördervereins Museum 34, Joachim Neuß.

SRZ: Wann ist wieder einmal mit einem neuen Objekt im Museum 34 zu rechnen?

Derzeit sind wir dabei, das Museumskonzept zu überarbeiten, da zwischenzeitlich zu wenig interessante Exponate für einen monatlichen Wechsel zur Verfügung stehen. Selbstverständlich hätten wir genug Urkunden oder andere Dokumente, aber dies würde die Ausstellung auf Dauer wenig interessant machen.

Wir haben uns erhofft, dass der Zugang von Exponaten aus der Bevölkerung, zu dem wir bereits mehrfach aufgefordert haben, größer ist. Leider fand dies bislang wenig Resonanz.

Wer ist denn für die Ausstellung nun vorrangig verantwortlich?

Nach wie vor der Leiter unseres Museums, Christian Bauer, der von unserem städtischen Archivar Hans-Jürgen Kugler unterstützt wird.

Die Sonderausstellung "Stadtansichten von oben" ist ebenfalls schon geraume Zeit vor Ort. Wann ist mit einer neuen zu rechnen?

Die Ausstellung wurde am 6. Februar diesen Jahres eröffnet. Wie geplant, soll jede Ausstellung ein halbes Jahr laufen. Ursprünglich war diese Laufzeit jeweils auf die kalendarischen Halbjahre bezogen. Wir haben aber gemerkt, dass sowohl Anfang Januar wie Anfang Juli schlechte Termine für Vernissagen sind. Demnach werden wir diese noch etwas verschieben und Ende September die nächste Sonderausstellung eröffnen. Die darauf folgende wird dann wieder Ende Februar 2016 eröffnet.

Wie entwickeln sich die Besucherzahlen in den beiden Museen?

Nach den letzten Zahlen einigermaßen stabil. Selbstverständlich ist die Besucherzahl gegenüber dem ersten Jahr nach der Eröffnung zurückgegangen. Es hängt auch immer etwas davon ab, wie die Sonderausstellungen angenommen werden.

Ist langfristig ein neuer Weg geplant, oder sind Neuerungen, wie im Konzept von Michael Ritz vorgesehen, Kindermuseumsführung beispielsweise, zu erwarten?

Wie gesagt, wir überarbeiten derzeit das Museumskonzept.
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