Neue Impulse für Patenschaft

Geschenkübergabe durch Bürgermeister Martin Birner, Bürgermeister Dr. Fritz Karl Messner, Gaby Reiml, Dr. Erika Volgger und Stephan Meier (von links).

Kolpinggemeinschaft erleben und erfahrbar machen: Auf diese Spuren begaben sich 61 Kolpingjünger nach Sterzing in Südtirol, um den Patenschaftsgedanken neu zu spüren.

Unter dem Leitgedanken "Frohe Herzen öffnen sich leicht und verstehen einander" von Adolf Kolping stand der Festabend im Stadttheater. In ihren Einführungsworten sagte die Vorsitzende der Kolpingfamilie Sterzing, Dr. Erika Volgger: "Kolping braucht die Begegnung mit Menschen, die von der Idee Adolf Kolpings überzeugt sind".

150 Jahre zurück

Danach hielt Siegfried Siller eine kleine Zeitreise zu 150 Jahre Sterzinger Kolpingsfmilie. Durch auswärtige Handwerker und Gesellen ist die Idee der Kolpingvereinigung am 26. November 1865 mit 47 Gründungsmitgliedern aus der Taufe gehoben worden. Dabei legten die damaligen Mitglieder großen Wert auf Bildungsarbeit sowie einer guten Grundlage durch das Gebet so Siller. Vor 39 Jahren fädelten der damalige Präses Alois Kneissl (Sterzing) und Franz Beer (Neunburg) die Patenschaft mit Sterzing ein. Es war damals eine schwierige Zeit, so Siller, aber die Neunburger gaben dabei wertvolle Impulse für den Neuaufbau der Sterzinger.

Der Festvortrag des ehemaligen Generalsekretär Hubert Tintelott stand unter der Prämisse "Verwurzelt im Glauben - mitten im Leben". Eingangs resümierte Tintelott, die Kolpingsfamilie Sterzing habe sich der Herausforderung der Zeit gestellt, die das Pfarr- und städtische Leben aktiv mitgestaltet, so der ehemalige Generalsekretär. In Zeiten von Handys und Smartphones komme die persönliche Kommunikation oft zu kurz und die Kommunikation im Netz verkürzt sich immer mehr auf Schlagwörter und symbolische Zeichen.

Trotz dieser Entwicklung suche der Mensch nach menschlicher Gemeinschaft. Dem könne die Kolpingsfamilie als familienhafte und solidarische Gemeinschaft etwas hingegenwirken. Denn aus der gelebten Solidarität solle die Kraft wachsen, um sich anderen Aufgaben in der Gesellschaft zu stellen. Aktuelle Untersuchungen zeigten, dass ein hohes Wohlstandsniveau, ein hoher Grad der Individualisierung, ein breites Freizeit- und Unterhaltungsangebot sowie ein hohes Maß an kultureller und gesellschaftlicher Vielfalt wesentlich dazu beitragen, dass Glaube und Spiritualität auf dem Rückzug sind, so Tintelott.

In der Familie Kolping wurde durch das regelmäßige Gebet, das Lesen der Heiligen Schrift und durch die Teilnahme an den gottesdienstlichen Feiern bei Kolping das Fundament für seinen eigenen Glauben gelegt. Als Schlussgendanke sagte Hubert Tintelott: "Alles in der Welt, was man treibt, muss ein Ziel haben, ein sicheres, festes Ziel; denn der, der planlos, toll und blind in der Welt läuft ist ein Narr".

Einladung für 2017

In seinem kurzen Grußwort dankte Bürgermeister Dr. Fritz Karl Messner der Kolpingfamile für die tief sozialen Herzen. Bürgermeister Martin Birner erläuterte, dass vor 150 Jahren ein aktives Kolpingleben in Sterzing begann. Dabei gab die Kolpingsfamilie den jungen Menschen ein Wohn- und Betätigungsfeld für ihr späteres Leben. So auch vor 38 Jahren mit der Patenschaft der Neunburger Kolpingsfamilie durch den heutigen Ehrenvorsitzenden Franz Beer.

Zum Abschluss lud er die Kolpingfamilie und Bürgermeister Dr. Fritz Karl Messner im Jahr 2017 nach Neunburg ein, um die Pflege der Patenschaft im 40. Jahr zu feiern. Der Abschluss der Stippvisite war der Festgottesdienst in der Pfarrkirche "Unsere Liebe Frau in Moos". Nach dem feierlichen Einzug der Fahnenabordnungen, Ministranten und von Pfarrer Karl-Dieter Schmidt, Zentralpräses Johannes Noisternigg, Präses und Dekan von Sterzing Josef Knapp und Präses und Dekan Rudolf Hilpold sprach Johannes Noisternigg die Einführungsworte: "Wir sind Kolping und Menschen das zählt, denn ist Kolpingsfamilie ist eine Familie wo sich jung und alt trifft". Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Musikkapelle Jaufental und dem Kolping-Familienchor unter der Leitung von Dr. Martin Ellemunt begleitet.

Brixen und Rosskopf

Im Rahmenprogramm wurde eine Fahrt nach Brixen angeboten mit Weiterfahrt zum Herrengarten des Kloster Neustift. Die Wanderung zur Burg Reichenstein und durch die Gilfenklamm, die Weiterfahrt nach Ratschings zur Bergeerlebniswelt sowie eine Bergwanderung am Rosskopf bildeten weitere Höhepunkte.
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