Neue Kathedrale von Coventry Symbol des Friedens - Vortrag in Autobahnkirche
Nägel der Versöhnung

Über Versöhnungsarbeit sprach Britta Däumer in der Autobahnkirche. Sie zeigte auch einen Kurzfilm von Originalschauplätzen der Zerstörung von Coventry. Zum Abschluss betete die Gemeinschaft eine Versöhnungs-Litanei. Bild: fjo
Waidhaus. (fjo) Britta Däumer aus Herscheid informierte über die Zerstörung der Kathedrale von Coventry in Mittelengland im November 1940 durch deutsche Bomber. Die Versöhnungsarbeit des ökumenischen Vereins "Nagelkreuzgemeinschaft in Deutschland" stand jedoch im Mittelpunkt des Referats der Sozial- und Religionspädagogin.

Bei ihrem Lichtbildervortrag am Freitagabend in der Autobahnkirche ging die Vorsitzende auf die Wurzeln der Vereinigung ein. Nach dem verheerenden Angriff habe Dompropst Richard Howard die Worte "Father forgive" an der Chorwand der Ruine anbringen lassen. Außerdem sei aus den Zimmermannsnägeln, die die Balken der mittelalterlichen Kathedrale zusammengehalten hatten, ein Nagelkreuz zusammengefügt worden, das heute auf dem Altar unter freiem Himmel stehe. "So wurde aus den Überresten der Zerstörung ein Symbol geschaffen, das den Geist der Vergebung und des Neuanfangs zum Ausdruck bringt." Während die zwei waagrechten Nägel die Versöhnung der Menschen untereinander andeuten würden, stehe der senkrechte Nagel für die Versöhnung mit Gott. Damit gelte dieses Symbol als Zeichen der Versöhnung und des Friedens an vielen Orten der Welt.

Menschen überbrückten Gegensätze und suchten neue Wegen in eine gemeinsame Zukunft. Direkt neben der Ruine entstand die neue Kathedrale. Jeder Teilnehmer erhielt für sein Interesse ein aus drei kleinen Zimmermannsnägeln gefertigtes Nagelkreuz mit auf den Nachhauseweg.
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