Neue Rolle beim LTO

Heiner Reber verschafft den Kunden als Creativ Director bei der Kommunikationsagentur Powerpress Medien einen erfolgreichen Auftritt oder organisiert den umjubelten Paulaner-Cup. Seit Dienstag gibt er nun auch als neuer Vorsitzender des Fördervereins den Ton bei den Freunden des Landestheaters Oberpfalz (LTO) an.

Vohenstrauß. (dob) Reber tritt in die Fußstapfen von Matthias Winter, der am 24. Oktober aus beruflichen und privaten Gründen als Vorsitzender zurückgetreten war. Erst am 2. April hatte der ehemalige LTO-Intendant diesen Posten übernommen.

Tochter mimt beim LTO

Ihre Verbindungen zum FC Bayern brachten Reber und den stellvertretenden Vorsitzenden des Fördervereins Bernd Hofmann, der den Nabburger Fanclub führt, zusammen. Und auch die Töchter der beiden Vorsitzenden verbinden zum LTO: Doris Hofmann führte schon öfter Regie bei den Festspielen und ist seit 2012 fest engagiert, Josepha Reber spielte heuer im "Eingebildeten Kranken" Argans Tochter Lousion.

Die Liebe zum LTO sei deshalb vorhanden, wenn auch nicht als Theatermann, wie Reber bei seiner Vorstellung betonte. Als Cheftexter begleite er deutschlandweit interessante Projekte. Er sei vor allem stark in der Kommunikation. Genau da werde er ansetzen. Das LTO würde sich ohne den Freundeskreis sicher schwer tun, nur künstlerisch aktiv zu sein.

Den Verein sieht Reber als Multiplikator. Er freue sich, den Sprung vom Laien- zum Landestheater begleiten zu dürfen. Noch dazu engagiere er sich gerne ehrenamtlich. Bisher habe der Verein schon gute Ansätze verfolgt, sei aber irgendwie steckengeblieben. Darum wolle er jetzt neuen Schwung bringen.

Hofmann ist überzeugt, dass Reber das LTO nach vorne bringen werde. Er sei auch bereit, an der finanziellen Seite anzupacken, um die hervorragenden schauspielerischen Leistungen der Darsteller zu unterstützen.

"Mit der schnellsten Wahl, die jemals durchgeführt wurde", vermutete Wahlleiter Martin Gleixner, beförderten die zehn anwesenden Mitglieder Reber in sein neues Amt. Hofmann dankte Winter. "Seine jahrelange Aufbauarbeit, sein wahnsinniges Engagement, sein persönlicher Einsatz, den er fast zehn Jahre für das LTO geleistet hat, werden immer in bester Erinnerung bleiben."

Auch in Schwandorf

Als äußerst geglückt sah auch LTO-Geschäftsführer Frank Kasch die Postenneubesetzung. Ein Mann, der aus dem Bereich Marketing/Kommunikation komme und derart in der Wirtschaft verankert sei wie Reber, könne nur bereichern. Mit dem Volksstück "Die Kurpfuscherin" will das LTO im nächsten Schauspielsommer Akzente setzen. Zukünftig wolle man auch in Schwandorf und Tirschenreuth Präsenz zeigen und Strukturen erneuern.

Regina Aichinger schlug vor, die Bewohner des HPZ Irchenrieth nicht nur alljährlich für das Kinderstück auf die Leuchtenberger Burg einzuladen, sondern ihnen auch das Volksstück anzubieten. Kasch will zudem die seit der Gebietsreform trennenden Strukturen zwischen Weiden und dem Landkreis aufweichen. "Die Burgfestspiele sind ein Markenname und das Durchführungsorgan, das LTO, muss in die Köpfe der Menschen in ganz Nordbayern verankert werden."
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