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Die Bücherei bleibt in den bisherigen Räumen. Sie werden nun renoviert.

Das Blatt hat sich zum Guten gewendet: In Wernberg-Köblitz gibt es auch weiterhin eine Anlaufstelle für Bücherfreunde. Marktgemeinde und Kirchenverwaltung fanden einen gemeinsamen Nenner.

Wernberg-Köblitz. (cv) Lange Zeit sah es alles andere als rosig aus: Die katholische Bücherei St. Josef ist schon seit geraumer Zeit geschlossen, verirrten sich doch nur noch wenig Bücherfreunde in die Räume. Das gleiche Schicksal stand in der Pfarrei St. Anna bevor. Die Bücherei in Wernberg ist renovierungsbedürftig. Leiterin Rosemarie Hierl hatte nach über 30 Jahren ihren Rückzug angekündigt. Renovieren und dann niemanden haben, der die Bücherei weiter betreut? Das würde keinen Sinn machen. Daraufhin wurde im Marktrat die Idee einer gemeindlichen Bücherei zur Diskussion gestellt. Vom Michaelsbund wurden die Kosten aufgelistet. Er riet auch davon ab, die Bücherei zu schließen, bis später gemeindliche Räume zur Verfügung stehen. Die "Kunden" verlaufen sich bis dahin.

Betriebskosten beim Markt

Realisierbar erschien eine gemeinsame Lösung von Gemeinde und Kirchenverwaltung. Die Überlegungen erhielten Auftrieb, als sich einige Frauen ein Herz fassten und ihre Mitarbeit erklärten. Rosemarie Hierl beendet zwar ihre Tätigkeit, wird aber dem neuen Team noch mit Rat und Tat zur Seite stehen. Martina Spindler - sie übernimmt die Leitung -, Margit Widder, Maria Weinfurtner und Andrea Wittke haben ihre Bereitschaft erklärt, ehrenamtlich mitzuarbeiten. Wenn das Team steht, fällt alles andere leichter. Bürgermeister Georg Butz und Pfarrer Markus Ertl erläutern, dass die Kirche die Räumlichkeiten weiterhin zur Verfügung stellt. Die Gemeinde hingegen übernimmt die Betriebskosten, schafft neue Bücher an, für die es auch Zuschüsse über den Michaelsbund gibt. Jetzt wird erst mal Geld für das Aufarbeiten des Bodens, einen frischen Wandanstrich, neue Leuchten und Büromöbel in die Hand genommen. Die Kostenschätzung liegt bei 15 000 Euro. Von St. Josef bekommt man gut erhaltene Regale.

Bücher-Burg und Leseecke

Der hintere der beiden großen Räume soll mit Bücher-Burg und Podesten kindgerecht gestaltet werden, Der Bücherei wird ein zehn Quadratmeter großer Seitenraum zugeschlagen. Mit Sachbüchern ausgestattet, dient er als Schmöker-Ecke. Auch der Medienbestand - derzeit 3100 Exemplare - wird aufgebessert. Nun wird vorerst fünf Jahre auf dieser Basis gearbeitet.

Bürgermeister Butz und Pfarrer Ertl hoffen auch auf die ein oder andere Initiative - Gastreferenten, eine Stunde mit einem Lesepaten - mit der die Bücherei verstärkt ins Blickfeld gerückt werden könnte.
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