Neuer Brunnen macht sicher

Der Zeitplan hat sich verzögert. Das neue Wasserwerk in Kettnitzmühle wird im Juni/Juli in Betrieb gehen. Zum Jahresende soll auch der Bau des Brunnens 3a fertig sein. Bild: Völkl

Die Wasserversorgung der Marktgemeinde ist in trockenen Tüchern. Um auch künftig über die erforderlichen Mengen zu verfügen, wird Brunnen 3a erschlossen. Am Dienstag lag in der Marktratssitzung die Entwurfsplanung auf dem Tisch. Und nach zeitlichen Verzögerungen soll auch das Wasserwerk im Juni in Betrieb gehen.

Wernberg-Köblitz. (cv) Der Marktrat hatte sich Ende des vergangenen Jahres für den Neubau des Brunnens 3 a, etwa 150 Meter westlich des bestehenden Brunnens 3, entschieden. Das macht Sinn, kann doch der "Dreier" während der Bauphase weiter laufen und später parallel als Ersatzbrunnen für 3a zur Verfügung stehen - beispielsweise, wenn Reparaturen, Wartungsarbeiten oder Regenerierungsphasen anstehen. Bürgermeister Georg Butz machte klar, dass es sich um keinen zusätzlichen Brunnen handelt, sondern um einen Ersatzbau, da Brunnen II baulich zusammengebrochen ist.

30 Liter pro Sekunde

Bernhard Kaltenecker vom Ingenieurbüro Zwick skizzierte die Details: Eingangshäuschen, Brunnenvorschacht, Installation, Abbindung. Die eigentliche Bohrung betreut Dr. Karl Heinz Prösl, die Elektroplanung sinnvollerweise das im Wasserwerk ohnehin tätige Büro HPE. Die Pumpenleistung liegt bei 25 KW, die Stromversorgung kommt aus dem Wasserwerk. Der Brunnenvorschacht ist so angelegt, dass ein Mann trockenen Fußes die Wartungsarbeiten ausführen kann. Der Brunnen hat eine Leistungsfähigkeit von 30 Liter pro Sekunde und soll zum Jahresende 2015 fertig sein.

Der Fassungsbereich des neuen Brunnens beträgt 20 mal 20 Meter. Die Fläche ist bereits gerodet, die Umzäunung festgelegt. Die Gesamtkosten bezifferte Kaltenecker auf netto 170 000 Euro. Nach der Vorstellung der Entwurfsplanung im Marktrat werden die Ausschreibungen vorbereitet.

Unter Dach und Fach ist auch der Vertrag mit der Bayerischen Staatsforsten, konkret mit dem Forstbetrieb Schnaittenbach. "Gute Konditionen" kommentierten die Markträte das Angebot. Die Benutzung von Staatsforstgrund kostet dem Markt 2672 Euro, das ist günstiger als ursprünglich berechnet, so der Bürgermeister, da sich die benötigte Fläche etwas verkleinert hat.

Bakterienkulturen bilden

Vor dem Brunnen muss das neue Wasserwerk in Kettnitzmühle am Netz sein. Der Markt vergab den Auftrag für die Sanitäreinrichtung - 9014 Euro - an die Firma Hösl aus Saltendorf. Für die Einfriedung gab die Firma AS-Zaunbau aus Sulzbach-Rosenberg mit brutto 33 073 Euro das günstigste Angebot ab. "Ich hoffe, dass das Wasserwerk im Juni/Juli endgültig fertig ist", so Butz zum Fahrplan des Projektes, das sich zeitlich verzögert hat.

Die Einfahrversuche laufen seit Dezember. In der Anlage müssen sich spezielle Bakterienkulturen bilden.
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