Neuer Endpunkt in Landshut nicht begründbar - Freileitungsabschnitte nur in Absprache mit ...
Stromtrasse: Landrat droht mit Klage

Neustadt/WN. "Auch beim Ostbayern-Ring muss eine Erdverkabelung möglich sein." Diese Forderung haben die Landräte von Neustadt, Hof, Kronach, Kulmbach, Schwandorf, Tirschenreuth und Wunsiedel sowie der Weidener Oberbürgermeister gegenüber den Bundestagsabgeordneten der Region erhoben.

Landrat Andreas Meier unterstreicht zudem, dass vor allem der geänderte Endpunkt der Hochleistungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung (HGÜ) in Landshut (anstelle vormals Gundremmingen oder Meitingen) weder energie- beziehungsweise netztechnisch noch wirtschaftlich begründbar sei. "Ich bin nicht bereit, eine Betroffenheit unserer gesamten Region hinzunehmen, die auf einer fachlich nicht begründbaren Entscheidung beruht." Der Landkreis Neustadt prüfe deshalb auch die Möglichkeit, einen etwaigen Planfeststellungsbeschluss für eine solche Trasse mit Endpunkt Landshut notfalls zu beklagen.

Gilt für Ostbayern-Ring

Hintergrund: In den vergangenen Wochen wurden die Formulierungen eines Änderungsantrages der Koalitionsfraktion im Bundestag zum Energieleitungsausbaugesetz bekannt. Dabei geht es nicht nur um die Rahmenbedingungen für den Ausbau der HGÜ-Leitungen, sondern auch um die der Hochleistungs-Drehstrom-Übertragungsleitungen (HDÜ), wie den Ostbayern-Ring. Nach Einschätzung der Landräte sind insbesondere die Möglichkeiten zur Erdverkabelung für beide Leitungstypen nicht ausreichend weit gefasst. Vor allem eine Regelung des Bundesbedarfsplangesetzes, nach der die Bundesnetzagentur verlangen kann, dass Teilabschnitte als Freileitung errichtet werden müssen, was derzeit für den Ostbayern-Ring gilt, stößt auf Widerstand.

Besonders wichtig ist den politischen Spitzen der Region, dass die Errichtung einer Freileitung nur in Absprache mit der zuständigen Gebietskörperschaft möglich sein soll. Denn nur so könne gewährleistet werden, dass die Interessen der Bevölkerung ausreichend berücksichtigt würden. Dort, wo erhöhtes Konfliktpotential bestehe, müsse auch bei HDÜ-Leitungen eine Erdverkabelung zulässig sein. Angesichts der gebotenen zeitnahen Realisierung des Netzausbaus sollten diese Möglichkeiten umgehend eröffnet werden.

Den Menschen schuldig

"Die Netzbetreiber seien es den Bürgern schuldig, diese Leitungen so weit wie möglich in der Erde zu führen. Es könne nicht sein, dass die Region entlang der bayerisch-tschechischen Grenze in einem höheren Maß in Anspruch genommen werd als andere Regionen.
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