Neuer Müllumschlagplatz in der Deponie Steinmühle in Betrieb genommen - Kosten von 1,1 ...
Für Jahrzehnte bestens gerüstet

Ein neuer Müllumschlageplatz ist in der Deponie Steinmühle entstanden. Bei der offiziellen Inbetriebnahme dabei waren (von links) Ingenieur Johannes Posel, 2. Bürgermeister Stefan Grillmeier, Verbandsdirektor Thomas Knoll, Landrat Wolfgang Lippert, Deponieleiter Peter Förster, Projektleiter Bernhard Pfleger, Jutta Goossens und Kreisbaumeister Klaus Weig. Bild: jr
"Es ist eine schöne runde Maßnahme geworden", zeigte sich Verbandsdirektor Thomas Knoll zufrieden. In nur dreieinhalb Monaten Bauzeit wurde für 1,1 Millionen Euro ein neuer Müll-Umschlageplatz an der Deponie Steinmühle geschaffen. Bei der offiziellen Inbetriebnahme sprach Knoll von einer für die gesamte Region bedeutenden Baumaßnahme.

Der Sprecher erinnerte daran, dass der Landkreis Tirschenreuth seit 1996 Mitglied des Zweckverbands Müllverwertung Schwandorf (ZMS) ist. Seit dieser Zeit wird der brennbare Restmüll aus dem Landkreis nach Schwandorf transportiert, dort im Müllkraftwerk thermisch behandelt und zu Energie in Form von Dampf, Fernwärme und Strom verarbeitet.

Die anliefernden Müllfahrzeuge entleeren ihren Inhalt auf dem Umschlagplatz. Anschließend wird der Müll mittels Radlader in Großcontainer verladen und nach Schwandorf gebracht. Im vergangenen Jahr waren dies 16 800 Tonnen Haus-, Sperr- und Gewerbemüll.

Landrat Wolfgang Lippert dankte dem Zweckverband für diese zukunftsweisende Investition. Dank galt dem Ingenieurbüro Posel aus Cham sowie dem bauausführenden Unternehmen Scharnagl aus Weiden. Viele Bürger wüssten gar nicht, was hier in Steinmühle alles umgeschlagen werde. "Unser Landkreis hat den Beitritt zum Zweckverband Müllverwertung Schwandorf nicht bereut", sprach Lippert von gigantischen Baumaßnahmen, die in Steinmühle bislang durchgeführt wurden. Durch den Neubau sei die Deponie jetzt professionell gut aufgestellt.

Die Maßnahme stellte Projektleiter Bernhard Pfleger im Detail vor. Nach seinen Worten wurden bis zu 10 000 Kubikmeter Erdreich bewegt und über 600 Kubikmeter Beton verbaut. "Wir hoffen, wir können die Anlage in den kommenden vier Jahrzehnten erfolgreich nutzen", sagte Pfleger. Viel Geld sei in den Umwelt- und Gewässerschutz geflossen. Deponieleiter Peter Förster stellte kurz die Deponie Steinmühle mit einer Gesamtfläche von 75 000 Quadratmetern vor. Durch die derzeit noch laufenden Baumaßnahmen können weitere bis zu 1,2 Millionen Kubikmeter Abfälle eingelagert werden.

Derzeit werden Dichtungsmaßnahmen durchgeführt. "Im kommenden Jahr feiern wird 45 Jahre Deponie Steinmühle. Bei einem Tag der offenen Tür wollen wir der interessierten Bevölkerung unsere moderne Einrichtung vorstellen." Im Anschluss überzeugten sich die geladenen Gäste von der modernen Einrichtung. Einig waren sich die Gäste, dass auch weiterhin eine sichere, reibungslose und umweltschonende Entsorgung des Restmülls aus dem Landkreis Tirschenreuth gewährleistet ist. Auf NT-Nachfrage erklärte Sachgebietsleiterin Jutta Goossens, dass die Müllgebühren im Landkreis weiter stabil bleiben. "Im kommenden Jahr werden die Gebühren für einen Kalkulationszeitraum von vier Jahren neu berechnet. Neue Gebühren treten frühestens ab Januar 2017 in Kraft".
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