Neuer Spielplatz, weniger Hürden

Am nördlichen Ende des Pleußener Neubaugebiets "Griesäcker" - in etwa in der Mitte des Bildes - soll ein neuer Erlebnis-Spielplatz entstehen. Die Anlage soll per Fußweg auch von der Fockenfelder Straße aus (links oben) gut erreichbar sein. Bild: lnz

Ein Jahr lang hat eine Arbeitsgruppe darüber getüftelt, wie sich Pleußen und Steinmühle weiterentwickeln lassen, so dass sich Jung und Alt auch künftig vor Ort wohlfühlen und ein aktives Zusammenleben pflegen können. Jetzt stehen die Schwerpunkte fest.

"Pleußen aktiv - miteinander und füreinander" - unter diesem Motto standen die Überlegungen der Gruppe, zu der Bürger aller Altersschichten zählen. Gemeinsam mit Architekt Gerhard Plaß und Landschaftsarchitektin Martina von Waldenfels suchten sie nach Ideen und prüften deren Umsetzbarkeit. Hintergrund ist das Pilotprojekt "Lebens-Mittel-Punkt", wofür das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Fördermittel von bis zu 250 000 Euro in Aussicht gestellt hat.

Bereits in der Bürgerversammlung im November vergangenen Jahres (wir berichteten) waren die meistgewünschten Maßnahmen genannt worden. In der jüngsten Sitzung im Sportheim des SV Steinmühle hatte die Arbeitsgruppe jetzt nochmals die Möglichkeit zum Setzen von Schwerpunkten. Zum wichtigsten Projekt erklärten sie die Schaffung eines generationenübergreifenden Treffpunkts in Form eines neuen Erlebnis-Spielplatzes im unteren Dorf, genauer am nördlichen Ende des Neubaugebiets "Griesäcker", wo zuletzt zahlreiche Häuser entstanden sind.

Gute Erreichbarkeit

Um möglichst viele Bürger anzusprechen, soll es auf dem Gelände ausreichend Sitzgelegenheiten und eventuell auch einen Backofen für Veranstaltungen geben. Verbesserte Wege sollen für eine gute Erreichbarkeit von allen Seiten sorgen. Der Erhalt des Spielplatzes am Verbindungsweg zwischen der Straße "Auf der Hut" und dem Siedlungsweg soll dagegen wegen mangelnder Nutzung nicht weiterverfolgt werden.

Sportheim verstärkt nutzen

Ein weiterer Schwerpunkt ist die verstärkte Nutzung des SV-Sportheims als Treffpunkt für Jung und Alt. Für Barrierefreiheit soll ein Umbau des Eingangsbereichs und der WC-Anlagen sorgen. Sicherer erreicht werden soll das Sportheim künftig durch eine neue Fußwegverbindung von der Hauptstraße aus.

Verkehr bremsen

Gezielte Gestaltungsmaßnahmen in der Fockenfelder Straße (Kreisstraße) sollen die Verkehrsgeschwindigkeit reduzieren, barrierefrei sollen die Baxi-Haltestelle bei der früheren Sparkasse sowie Sitzgelegenheiten im ganzen Dorf erreichbar sein. Auch die Wege im ganzen Dorf sollen künftig so gut wie keine Hürden mehr aufweisen. Zu den weiteren Zielen der Arbeitsgruppe zählen eine Nachbarschaftshilfe, Fahrdienste, barrierefreier Wohnraum, vereinsübergreifende Aktionen und ein regelmäßiger Stammtisch für alle Interessierten.

SV-Vorsitzender Stephan Andörfer hatte vor der Festlegung der Schwerpunkte erklärt, dass sein Verein das Sportheim gerne öfter zur Verfügung stellen werde. Für den barrierefreien Umbau wünschte er sich aber eine Vollförderung. "Wir können Hand- und Spanndienste leisten, aber wir können es nicht ganz stemmen."

Andörfer informierte, dass der SV Steinmühle derzeit an einem neuen Konzept zur Weiterentwicklung der gesamten Sportanlage arbeite. Deshalb wollte er wissen, ob der Erhalt von Fördermitteln im Zuge der Dorferneuerung Nachteile für spätere Projekte bedeuten könnten. Martina von Waldenfels erwiderte, dass eine Einbeziehung des SV-Heims in die aktuellen Planungen künftige Fördermaßnahmen nicht ausschließe. Absehen werde man von der Überlegung, einen Dorfladen zu schaffen, wie Bernhard Thoma auf Nachfrage mitteilte - wegen der Nähe zu Mitterteich und Waldsassen.

Tatkraft gefragt

Bürgermeister Roland Grillmeier dankte der Arbeitsgruppe für ihr Engagement. Nun werde man mit der Detailplanung beginnen. Bei der Umsetzung der Maßnahmen im Laufe der nächsten Jahre sei Tatkraft gefragt. "Das geht nicht anders." Möglichst zügig soll als erstes der Bau des neuen Spielplatzes in Angriff genommen werden.
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