Neuer Zeitgeist

Nachdem Heinrich Rewitzer (SPD) in der Stadtratssitzung die Zusammenarbeit der verschiedenen Fraktionen ausdrücklich gelobt hatte, brachte Hans Gösl (FDP/UW) am Ende seiner Stellungnahme zum Haushalt eine Aussage von Bürgermeister Andreas Wutzlhofer aufs Tablett, mit der der langjährige Stadtrat aus Roggenstein offensichtlich nicht ganz einverstanden war.

Wutzlhofer hatte als Gastredner in der Jahreshauptversammlung der Frauen-Union im März erklärt, dass im Stadtrat die Opposition die Ideen der CSU annehme und abnicke: "Die CSU ist die gestaltende Kraft und gibt den Takt vor." Das hätten inzwischen alle Parteien kapiert, das Verhältnis untereinander passe.

Gösl meinte in Richtung CSU süffisant: "Wenn das so ist, dann sind sie auch die Alleinigen, die für die hohe Bausumme bei der Mittelschule Verantwortung tragen."

Wutzlhofer hatte wohl mit dem Vorwurf gerechnet und nahm dazu kurz und ohne Ausflüchte Stellung: "Ich wollte darauf hinweisen, dass im Stadtrat ein neuer Zeitgeist herrsche. Die Aussage ist mir dann so herausgerutscht. Das gehört halt zum Geschäft. Ich habe das aber nicht so gemeint. Ihr wisst, dass mir gemeinschaftliche Arbeit wichtig ist. Und das meine ich ehrlich so." Das Thema war damit erledigt. (ck)
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