Neues entdecken und Gutes tun

Der Truppenübungsplatz Grafenwöhr besteht nicht nur aus militärischen Anlagen. Seine Tier- und Pflanzenwelt überrascht an vielen Stellen, und manchen Besuchern gestattet er sogar einen Blick zurück in die eigene Vergangenheit.

Unter den Motto "Für unsere Gäste und heimatverbundene Bürger" organisierte die SKK Gunzendorf zur 700-Jahr-Feier der Stadt Auerbach einen Truppenübungsplatzbesuch. Für die Fahrt fand die SKK in Ulrich Schoemann, dem Leiter der Forstdienststelle Nitzlbuch, einen sachkundigen Begleiter.

226 Quadratkilometer

Die Teilnehmer aus den Gemeinden Neukirchen, Neuhaus a.d.Pegnitz, Pegnitz und der Stadt Auerbach sammelten während der fünfstündigen Fahrt viele Eindrücke. Nicht nur der Einblick in die Dimensionen der militärischen Anlagen des 226 Quadratkilometer großen Areals erstaunte die Teilnehmer. Überrascht waren sie, welche Vielfalt an Blühwiesen, Magerrasen, Streuobstwiesen, Gewässerbiotopen, Waldvorkommen und Tierwelt es im Truppenübungsplatz gibt. Und die will auch gepflegt werden.

Sehr viel Aufwand bedeutet es für die Mitarbeiter der Forstdienststelle Nitzlbuch, die noch vorhanden Reste der ehemaligen Ortschaften Hopfenohe, Dornbach und den Friedhof Haag für die Nachwelt zu erhalten. Erst in diesem Jahr wurde der Beilenstein entbuscht und unterhalb eine Streuobstwiese angelegt.

"Hier haben wir gewohnt"

Eine Fahrt in die Vergangenheit war es für einige Teilnehmer. Sie konnten auch noch von ihren Vorfahren aus den abgesiedelten Ortschaften berichten oder sogar noch den ungefähren Standort der Häuser erkunden. Natürlich durfte eine angemessene Rast mit "Marschverpflegung", die die Kameradschaft zubereitete, nicht fehlen.

Immer wieder beeindruckend sind Gemäuer der Kirchen Dornbach und Hopfennohe, die artesische Quelle "Ursprung" und der Panoramablick vom Beildorntrum. Bei günstiger Wetterlage reicht er bis nach Pleystein oder zum Ochsenkopf.

Da der Verein mit der Fahrt keinen Gewinn erzielen wollte, beschlossen alle Teilnehmer, den Überschuss von 260 Euro an die Arche in Auerbach zu spenden. "Pünktlich zum Schulanfang" freute sich das Archeteam, als Kassier Michael Kiefer und Vorsitzenden Josef Lehner die Spende überreichten. "Wir können hier zum Beispiel ein kleines Taschengeld an die Kinder für die Klassenfahrt übergeben, da die öffentliche Hand nicht alle Kosten übernimmt."
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