Neues Löschfahrzeug: Zusätzliche Förderung möglich - Sanierung der Knorrstraße teurer
Feuerwehr und teures Pflaster

Neustadt/WN. (esc) Es ist rot, groß und hat schon fast 30 Jahre auf dem Buckel: das Tanklöschfahrzeug (TLF) der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt. Deswegen soll ein neues her: ein Löschgruppenfahrzeug (LF 20). "Die Feuerwehr wünscht sich kein neues Fahrzeug - sie braucht eins", betonte Bürgermeister Rupert Troppmann in der Stadtratssitzung.

Geschätzte Kosten: 300 000 Euro. "Wir können aber mit einer Förderung von 100 000 Euro rechnen", sagte Troppmann. Einen weiteren Zuschuss gibt es, weil die Neustädter mit anderen Orten kooperieren. Denn mit den Feuerwehren in Eschenbach und Mantel gibt Neustadt quasi eine Sammelbestellung für das neue LF auf. Weil die drei Wehren exakt das gleiche Fahrzeug benötigen, können sie auf eine zusätzliche Förderung hoffen. "Das nennt man interkommunale Zusammenarbeit", freute sich der Rathauschef.

Weil die Ausschreibung europaweit erfolgen muss, wird die Kubus Kommunalberatung und Service GmbH das Prozedere übernehmen. "Mit der Gesellschaft sind wir auf der sicheren Seite, die kennen sich damit aus", betonte Troppmann.

Weil Bau und Lieferung des LF 20 aller Voraussicht nach ein Jahr dauern werden, haben die Räte bereits jetzt den Beschluss zum Kauf des Fahrzeugs gefasst.

Der Stadtrat beschloss einstimmig, die Firma Kubus mit der Ausschreibung zu beauftragen und entsprechende Förderanträge zu stellen. Die benötigten Mittel sind für den Haushalt 2017 bereitzustellen. "Die Feuerwehrkameraden freuen sich schon drauf", wusste Franz Witt (SPD) nach einem Gespräch mit der Feuerwehr.

50 000 Euro mehr als geplant sind für die Sanierung der Knorrstraße notwendig. "Die werden wir schlucken müssen", sagte CSU-Fraktionschef Josef Arnold. Es sei aber positiv, dass sich nach dem "Kuddelmuddel mit dem Stadtplatz" auch regionale Firmen um den Auftrag beworben hätten. Auch die SPD-Fraktion war sich einig, "dass wir die 50 000 Euro genehmigen müssen", sagte Achim Neupert. Unter der Voraussetzung, "dass es besser als am Stadtplatz" laufe. Bestätigung kam auch aus der FW-Fraktion: "Die Kostensteigerung kam nicht wegen einer Fehlberechnung zustande. Wir waren uns einig, dass wir überall das gleiche Pflaster nehmen", erinnerte Hermann Schmid.

Und das bestätigte auch Bürgermeister Troppmann: "Wir wollen keinen chinesischen Granit." Die Firma Meyer aus Neustadt, die den Auftrag für die Sanierung der Knorrstraße erhalten hat, beziehe ihren Granit aus Flossenbürg. Und der sei im Marktpreis erheblich gestiegen.
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