Neunburger Handballer nach knapper Niederlage gegen den ESV Regensburg II weiter ohne Punkte
Der Glaube an die Aufholjagd

Neunburg vorm Wald. (nfc) Am Samstag empfingen die Neunburger Handballherren den ESV Regensburg II. In einer kämpferischen und hart geführten Partie fehlte es den Gastgebern ein wenig an Glück und Erfahrung, so dass die Eisenbahner bei der 23:24-Niederlage die Punkte entführen konnten.

Nicht weniger als 6 Spieler, darunter Leibl, Meier, Sturm und Wiedmann galt es bei diesem wichtigen Spiel zu ersetzen, aber mit Kellner, der zu den Neunburger Herren zurück gekehrt ist und Neuzugang Bauer vom TB 03 Roding ging man dennoch guten Mutes in die Partie. Der FC begann auch gut und setzte die Gäste von Beginn an mit schnellem Spiel unter Druck (5:3), bevor er sich daraufhin eine spielerische Pause gönnte (5:7).

Nachdem man sich wieder auf 7:7 (15.) herangekämpft hatte, führte eine doppelte Überzahlsituation eher zu einem Schockzustand für die Gastgeber. Im Angriff wurde viel zu kompliziert agiert und hinten ließ Neunburg die Eisenbahner gewähren (7:10), woraufhin Trainer Tweedale zur grünen Karte griff und zum Team-Timeout bat. Dies zeigte auch sofort Wirkung. In der Abwehr war der FC nun den berühmten Tick schneller und konnte durch geradliniges Spiel zum 10:10 (25.) ausgleichen, bevor man in den letzten Minuten der ersten Halbzeit zu oft an seinen Nerven scheiterte, so dass der Gastgeber mit einem 10:12-Rückstand in die Kabine ging.

Die zweite Halbzeit begann allerdings nicht gut. Bedingt durch zwei zwei-Minutenstrafen gegen A. Steininger und Wittmann konnten die Regensburger bis auf 16:11 davon ziehen, bevor sich das Spiel der Hausherren wieder stabilisierte. Beim Stande von 13:19 (42.) zog Trainer Tweedale erneut die Notbremse nahm sein zweites Team-Timeout und stellte auf eine offensivere Abwehrvariante um. Damit taten sich die Gäste schwer und Stück für Stück knabberten die Pfalzgrafenstädter den Vorsprung ab (17:20). Allerdings führte dann eine mehr als berechtigte Rote Karte für den ESV zu einem kleinen Bruch im Neunburger Spiel, auch weil erst Kellner und kurz darauf Röthlein verletzt vom Feld mussten (51.).

Aber der FC ließ nicht locker und bis zur 55. Minute konnte er sich auf 21:22 heranarbeiten, wobei die letzten fünf Minuten der Partie kaum an Dramatik zu überbieten waren, was aber eher am Auslassen der hundertprozentigen Torchancen der Gastgeber lag. Nicht weniger als fünf glasklare Möglichkeiten ließen sie liegen, die Gäste zogen vorentscheidend auf 24:21 davon. Den Neunburgern gelang lediglich in den letzten beiden Minuten noch eine Ergebniskorrektur zum 23:24. Im Endeffekt hatte sich der FCN wieder selber geschlagen.

"Wenn man schon kein Glück hat, dann kommt auch noch Pech hinzu. Wir müssen uns endlich für den ungebrochenen Kampfeswillen selbst belohnen und zwei Punkte holen. Aber ab und zu hat die Cleverness gefehlt, ab und zu wollte man zu viel", urteilte Trainer Tweedale nach dem Spiel. "Nun haben wir anstatt der möglichen 6:6 Punkte 0:12 Punkte. Aber wir arbeiten konzentriert weiter. Wenn es uns gelingt, die Konzentration über die volle Spielzeit aufrecht zu erhalten, dann starten wir die Aufholjagd in der Liga.",

FC-Tore: Röthlein 5, A. Steininger 5, Bollinger 5/3, Dammer 2, Kellner 2, Mardanow 2/2, Blendl 1, Wittmann 1
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