Neustadt/WN.
Wieder in der Erfolgsspur

Geschäftsführer Wolfgang Härtl (von links) und zweiter Vorsitzender Heiner Vierling sowie Vorsitzender Sebastian Scharnagl (rechts) verabschiedeten Mitglieder aus dem Vorstand. Mit Urkunden, von links: Klaus Grünbauer, Reinhard Wiesent, Bartl Bodensteiner, Franz Schneider und Manfred Schmid Bild: bey
(bey) Der Maschinen- und Betriebshilfsring (MR) Neustadt befindet sich wieder auf dem richtigen Weg in eine nachhaltige Erfolgsspur. Bester Beweis sind die Wirtschaftszahlen: Mit einem Überschuss von knapp 2500 Euro schreibt die bäuerliche Selbsthilfeeinrichtung wieder schwarze Zahlen. Diese stolze Bilanz, ein Jahr nach der Übernahme des Amtes als Vorsitzender, präsentierte Sebastian Scharnagl in der Mitgliederversammlung am Freitagabend in der Stadthalle.

Der MR zeigte bei der Zusammenkunft einen gänzlich neuen Stil: Hatte die Versammlung schon mit einem Sektempfang begonnen, setzte ein fast kabarettistischer Beitrag mit der Mentalbäuerin Elke Pelz-Thaller dem Treffen die Krone auf (dazu ein separater Bericht auf dieser Seite).

Auf eigenen Beinen

Vorsitzender Scharnagl nannte es eine große Notwendigkeit, den MR dem Wandel der Zeit anzupassen. Nur der Blick nach vorn sorge für richtige Zukunftsperspektiven. Im Jahresbericht stellte der Chef besonders die positiven Wirtschaftszahlen heraus. Es sei 2014 gelungen, nach dem nicht kostendeckenden Haushalt im Vorjahr wieder einen Überschuss zu erzielen, und das ohne Unterstützung der 100-prozentigen Tochter MR Dienstleistungs GmbH. Dies bedeute, dass der MR wieder komplett auf eigenen Beinen stehe, betonte der Vorsitzende.

Geschäftsführer Wolfgang Härtl wartete mit "Zahlen, Daten und Fakten" auf. Demnach zählt der Ring 1482 Mitglieder, die eine landwirtschaftliche Nutzfläche von 37 638 Hektar bewirtschaften. Der Betriebshilfsdienst leistete 1764 Einsätze mit 38 333 Einsatzstunden. Außerdem wurden 14 984 soziale und 23 714 wirtschaftliche Einsatzstunden erbracht. Der gesamte Verrechnungswert beläuft sich auf 3 863 749 Euro. Dies bedeutet eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent. Angesichts der neueingestellten Betriebshelferin Veronika Eckl bat Härtl, die vorhandenen Kräfte in Anspruch zu nehmen, damit diese auch auf Dauer erhalten bleiben können. Mit der Tochter GmbH und ihrem vorläufigen Umsatz von 1 720 000 Euro biete der MR heimischen Landwirten einen Zuerwerb und sei somit auch Arbeitgeber für die Region. Der Haushalt für 2015 beläuft sich auf 210 000 Euro und wurde von den 107 stimmberechtigten Mitgliedern angenommen.

Nicht nur rackern

Landrat Andreas Meier nannte den vorausgegangenen Vortrag beeindruckend. Der Landkreischef bot den Landwirten in seiner Behörde eine offene und ehrliche Zusammenarbeit an.

Der Weidener Stadtrat Alois Lukas nannte das Referat von Elke Pelz-Thaller "sensationell". Jeder Besucher habe sich in den Ausführungen selbst erkennen können. Es sei wichtig, auf den Bauernhöfen nicht nur "rackern" zu müssen, weil sich damit junge Menschen nicht mehr halten ließen. Der MR ermögliche den Bauern, ein paar Tage wegzufahren oder auch krankheitsbedingte Arbeitsausfälle auszugleichen. Wichtig sei die generationenübergreifende Zusammenarbeit.

Mit der Überreichung eines Geschenkes verabschiedeten Vorsitzender Scharnagl, zweiter Vorsitzender Heiner Vierling und Geschäftsführer Härtl die Mitglieder Bartl Bodensteiner, Reinhard Wiesent, Klaus Grünbauer, Manfred Schmid und Franz Schneider aus dem Vorstand.
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