Neustädter Faschingszug gelang grandioser Start in die Saison
Die Nacht der Oscars

Inthronisationsball

Ein grandioser Start in die "fünfte Jahreszeit" gelang dem Neustädter Faschingszug e.V. mit dem Inthronisationsball. Die Besucher erlebten in der ausverkauften Stadthalle eine rauschende Ballnacht.

Neustadt/WN. (stn) Die Narren boten den Gästen hervorragende Musik, beeindruckende Gardeauftritte und ein unterhaltsames Showprogramm, zusammengestellt und moderiert vom Präsidenten Daniel Sommer und dessen Vize Christian Achmann. Bereits beim Einmarsch der Prinzenpaare bestaunten die Ballbesucher die prunkvoll wallenden Kleider von Prinzessin "Anna de la Justice" und der Kinderprinzessin Ellen I. sowie die farbenprächtigen Uniformen von Prinz "Benedikt I. de la Assurance" und Kinderprinz Vincent Steiner.

Wie einst Sissi

Sie erinnerten stark an Sissi und Kaiser Franz. Prinzessin Anna brachte dies bei ihrer Ansprache zum Volk auch zum Ausdruck: "Ich fühle mich heute wie Sissi auf dem Ball." Der Prinz verriet, dass er bereits im vergangenen Jahr während des Faschingszuges von Anna angesprochen worden sei, ob er nicht gerne ihr "Prinz" sein würde. "Bei so einer hübschen Prinzessin" sei ihm die Entscheidung leicht gefallen.

Dass sie auch hervorragende Tänzer sind, bewiesen beide Paare bereits beim Eröffnungswalzer. Dass der 15-köpfige Trainerinnenstab das ganze Jahr über hervorragende Arbeit geleistet hat, zeigten die beeindruckenden Auftritte der Garden. Gleich zu Beginn tanzten sich die 26 Mädchen der Kindergarde 1 in ihren Schneewittchenkostümen in die Herzen der Ballgäste. Aber auch die 16 Mädels der Kindergarde 2 verdienten sich mit ihrer tänzerischen Leistung den Applaus.

Bilder: stn

Große Anerkennung ernteten die beiden Funkenmariechen Sandra Bieniok und Sandra Linsmeier sowie das Jugendfunki Marie Spachtholz. Graziös schwebten sie über das Parkett, und so manches Raunen durchdrang den Saal, als sie immer wieder zum Spagat ansetzten. Weitere Höhepunkte waren die Showtänze von Elferrat und Prinzengarde. Gerade im zweiten Teil der Aufführung zogen die damenhaft wirkenden Männer die Blicke auf sich.

Stadtratssitzung

"Weltreise" war das Thema des Showtanzes der Prinzengarde, bei dem auch Vize Achmann mitwirkte. Mit tobendem Applaus forderte das Publikum Zugaben, die beide Gruppen gerne gaben.

Präsident Sommer und Vize Achmann hatten dazu ein ansprechendes Rahmenprogramm zusammengestellt, unter dem Motto "Die Nacht der Oscars". Neben den Orden für die tänzerischen Leistungen von Garden und Funkenmariechen konnten sich auch einige Stadträte die beliebte Trophäe verdienen. Sie mussten in Zweierteams antreten und ihr Wissen beweisen. Dabei galt es, anhand von Zitaten bestimmte Märchen oder bekannte Filmklassiker zu erkennen oder am Geschmack verschiedene Lebensmittel.

Joe Arnold setzte sich gegen Thomas Hauer durch, Achim Neupert gegen Heinrich Maier und Wolfgang Schwarz gegen Gerhard Steiner. Als großes Finale aber mussten alle anwesenden Stadträte ihr schauspielerisches Talent unter Beweis stellen, indem sie eine Sitzung nachstellen sollten. Das Publikum war begeistert, vor allem durch die spontanen Einfälle von Joe Arnold, der zum Beispiel zu seinem Kollegen Steiner meinte: "Da gehörst du ja eher zu den Schlanken, bevor ich fahre zu den Franken."

Viele Auszeichnungen

Regionalpräsident Arthur Troidl zeichnete Sandra Linsmeier und Tobias Frischholz für ihre Verdienste mit der Ehrenurkunde des Landesverbands aus. Er lobte die einzigartige Leistung des Neustädter Vereins im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit, aber auch in deren Pflege des Brauchtums wie der Mobilmachung.

Das Präsidium ernannte Reinhard Steinhilber zum Senator. Dieser sorgt alljährlich für den Blumenschmuck und auch dafür, dass jede Dame eine Blume als Geschenk erhält. Henry Rehfeld wurde zum Ehrensenator ernannt. Den vereinseigenen Verdienstorden erhielten Tina Frimberger, Sabine Geiger, Andreas Gollwitzer, Michael Grüner sowie Heidi Lindner. Natürlich überreichte das Prinzenpaar wieder den hochwertigen Faschingsorden, der größtenteils in Handarbeit hergestellt wird. Ihn ziert diesmal die Zahl 25 als Anerkennung für die kreative Unterstützung des Ordensdesigners Lutz Zettler. Dies ist nämlich bereits der 25. Orden, den der Neustädter Künstler entworfen hat.

Auch das OM-Tanzorchester unter der Leitung von Herbert Mückl sorgte von Anfang an für ausgelassene Ballstimmung. Besonders beeindruckte die gewaltige Stimme von Sängerin Steffi Mittelmeier aus Vohenstrauß. Profi-Tontechniker Johannes Walbrunn aus Pleystein sorgte für die entsprechende Klangqualität.
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