Neustädter müssen nicht ins Exil

Eine 57-köpfige Reisegruppe vom CSU-Ortsverband Neustadt erkundete die Gegend um Neustadt an der Weinstraße. Bild: bgm

1832 marschierten Bürgerrechtler aus dem Gebiet des Deutschen Bundes, aus Polen und Frankreich zur Ruine des Hambacher Schlosses. Erstmals hissten sie eine Fahne in den Farben Schwarz, Rot und Gold.

Neustadt/WN. (bgm) Die 57 Teilnehmer der Drei-Tage-Fahrt der Neustädter CSU hatten es komfortabler, brachte sie doch der Doppeldecker-Reisebus bis kurz vor die Tore der 1844 im neugotischen Stil restaurierten Schlossanlage. Konsequenzen aus dem Besuch musste die Reisegruppe auch nicht fürchten - ganz im Gegenteil zu den 20 politischen Rednern, die beim Hambacher Fest ihre liberalen Ideen kundtaten. Sie mussten sich der staatsanwaltschaftlichen Verfolgung stellen oder ins Exil flüchten.

In Neustadt an der Weinstraße empfing Bürgermeister Ingo Röthlingshöfer die Reisegruppe, darunter auch Bürgermeister Rupert Troppmann und Stellvertreter Heinrich Maier. Weinkenner und Mitarbeiter der Tourismusabteilung Martin Franck erläuterte bei einer geselligen Degustation die Unterschiede vom Riesling mit hohem Säuregehalt bis hin zur süßen Rieslaner Beerenauslese. Für Musik und Unterhaltung war bestens gesorgt - der gesamte "Waldhauser Viergesang", begleitet von Fred Fröhlich auf dem Akkordeon, gestaltete die beiden Abende.

Die Fahrt mit einer Reiseführerin entlang der Deutschen Weinstraße führte über die Villa Ludwigshöhe, das Deutsche Weintor und die Burg Trifels bis ins französische Wissenbourg. Auf dem Heimweg lernte die Reisegruppe mit Heidelberg die Stadt kennen, die wie keine andere als Sinnbild der deutschen Romantiks gilt.
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