Nicht "ausfegen"

Referent Professor Dr. Axel Göttlein beantwortete die Frage "Nachhaltige Waldwirtschaft - Herausforderung, Chance oder Notwendigkeit?". Er tat dies detailgenau und erklärte, welchen Einfluss die Entnahme von Holz auf Boden und Natur hat. Dargelegt wurden die Unterschiede - ob man Stammholz nutzt oder der Baum samt Rinde und Ästen komplett dem Naturkreislauf entzogen wird. Die verschiedenen Verarbeitungsformen wirken sich, laut Göttlein, auf die Biodiversität aus - positiv und negativ. Totholz stelle Lebensraum für Pilze, Käfer, Vögel und Schnecken dar. Deshalb riet der Referent, den Wald nicht "auszufegen". Die Möglichkeit, Mischbestände anzulegen, etwa mit Fichte und Buche, sei ein Beitrag zur Zukunftssicherung. Mischwälder kurbelten die Kreislaufwirtschaft an. Kronennutzung bezeichnete der Redner als Verlustgeschäft, finanziell und vom Naturkreislauf her gesehen - wegen des vermehrten Nährstoffentzugs. Nachhaltige Waldwirtschaft erfordere ein Umdenken bei den Waldbesitzern, unterstrich Göttlein. (sis)
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