Nicht nebulös, sondern eindeutig
Reaktion

Konnersreuth. (lnz) Nicht stehen lassen will SPD-Sprecher Edgar Wenisch einige Aussagen des neuen CSU-Fraktionssprechers Andreas Malzer (Bericht "Projekt gemeinsam umsetzen", NT-Ausgabe vom 9. November). Dieser hatte in der jüngsten Sitzung zum Thema Schafferhof erklärt, dass eine Klage gegen den Bescheid der Denkmalschutzbehörde keinen Erfolg gehabt hätte und die Bürgerinitiative Schafferhof nur ein nebulöses Konzept vorgelegt habe.

"Richtigerweise hätte er sagen müssen: Die CSU, Bürgermeister Max Bindl und Geschäftsstellenleiter Markus Troesch haben alles getan, damit es zu einer Klage nicht kommen kann", betont Wenisch. Grundlage für eine erfolgreiche Klage wären seiner Ansicht nach falsche Zahlen hinsichtlich der Sanierungskosten gewesen, die dem Marktrat und der Öffentlichkeit bereits beim Kauf des Schafferhofs und auch später aufgetischt worden seien. So habe es anfangs geheißen, dass der gemeindliche Eigenanteil lediglich 200 000 Euro betragen würde. "Als die Wahrheit über den Konnersreuther Haushalt und die Schafferhof-Sanierung ans Licht kam, lag der Anteil für den Konnersreuther Steuerzahler plötzlich bei circa zwei Millionen Euro. Plus circa 160 000 Euro jährlich für den Unterhalt." Ohne dass sich an diesen Zahlen auch nur das geringste geändert habe, werde den Bürgern weiterhin gebetsmühlenartig eine Sanierung des Schafferhofs schmackhaft gemacht.

"Das Konzept der Bürgerinitiative ist nicht nebulös, sondern klar und eindeutig. Das sehen 68 Prozent der Konnersreuther ebenso", ergänzte Wenisch. "Diese Bürgermeinung wird jetzt mit Füßen getreten." Zum Appell Andreas Malzers, man solle das Projekt Schafferhof nun gemeinsam umsetzen, gab Wenisch zu bedenken: "Wenn Herr Malzer von ,wir' spricht, sind das eben nur 32 Prozent der Konnersreuther Bevölkerung. Punkt."
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