Nicht nur Orte der Trauer

Alle acht Oberpfälzer Kreisverbände beteiligten sich am landesweiten Wettbewerb "Unser Friedhof, Ort der Würde, Kultur und Natur". In Schirmitz ernteten sie den Lohn für ihre Mühen.

Schirmitz. (du) Im Pfarrsaal gab es am Samstag für die acht Friedhöfe aus der Oberpfalz, die jeweils den zweiten Platz errungen hatten, künstlerisch gestaltete Bronzereliefs und Urkunden. Die Preise verlieh der neue Bezirksvorsitzende und Neumarkter Landrat Willibald Gailler. Den Wettbewerb hatte der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege als Dachorganisation der Gartenbauvereine ins Leben gerufen.

Spannende Aufgabe

Der Festakt im herbstlich dekorierten Pfarrsaal erhielt durch konzertante Einlagen des Schirmitzer Musiklehrerehepaars Wolfgang und Sieglinde Ziegler mit Klavier und Querflöte eine stilvolle Note. Gailler bezeichnete die Friedhofskultur als "spannende Aufgabe".

Stellvertretender Landrat und OGV-Kreisvorsitzender Albert Nickl stellte heraus, dass die Friedhöfe nicht nur Orte der Trauer, sondern auch der Begegnung seien. "Unsere Friedhöfe sind gut gepflegt", unterstrich er. Trotzdem sei es wichtig, dass sie auch einmal auf den Prüfstand kämen. Dabei könne man sehen, was man noch verbessern kann. Zu dem bereits in Triesdorf mit dem ersten Platz im Landkreis Neustadt ausgezeichneten Friedhof in Schirmitz gratulierte Nickl dem kirchlichen Träger sowie dem OGV-Vorsitzenden Herbert Wolf für den Einsatz. Aber auch alle anderen Gottesäcker hätten Anerkennung verdient.

Einen wertvollen Beitrag zur Ortsverschönerung leiste der Obst- und Gartenbauverein mit Vorsitzendem Wolf an der Spitze, würdigte Bürgermeister Ernst Lenk. Den Einsatz der Vereine für die Landespflege, den Natur- und Umweltschutz sowie den Erhalt unserer schönen Kulturlandschaft bezeichnete er als Segen für jede Kommune.

Immer mehr Urnengräber

Mit einer Bildpräsentation zeigte der Neumarkter Kreisfachberater Franz Kraus die Bedeutung der Friedhöfe als wichtige Orte der Kultur auf. Die Veränderungen im Friedhofs- und Bestattungswesen erforderten vorausschauende Überlegungen der Träger, denn insbesondere der Wunsch nach Urnenbestattungen nehme stark zu, so dass selbst auf kleinen Dorffriedhöfen Lösungen erforderlich seien.
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