Nicht ohne Nebenwirkungen

Schule ist immer ein brisantes Thema. Nun möchte Weigendorf aus dem Schulverbund Hammerbachtal austreten und es werden erste Befürchtungen laut, dass da noch mehr kommt.

Etzelwang. (ds) Gegen den beabsichtigten Wechsel der Gemeinde Weigendorf vom Schulverbund Hammerbachtal in den Schulsprengel der Sulzbach-Rosenberger Krötenseeschule kommen aus Etzelwang jedenfalls keine Einwendungen. Das beschloss der Gemeinderat.

Allerdings erkannte das Gremium, dass wegen gravierender Unterschiede bei den zu leistenden Kosten der Gemeinden pro Schüler der Schulverbund eine gerechte Regelung treffen müsse. Gemeinderat Gerhard Pirner sah wegen des Rückgangs der Schülerzahlen mittelfristig die Notwendigkeit, auch für Etzelwang einen Wechsel des Schulsprengels in Richtung Sulzbach-Rosenberg zu beantragen. Deshalb verband das Plenum seine Zustimmung zum Wechselwunsch von Weigendorf mit der Hoffnung, dass ein eventueller späterer Antrag aus Etzelwang dann ebenfalls positiv beschieden werde.

Ärgerliche Behinderungen

Die öffentliche Sitzung im Etzelwanger Felsenkeller nutzte Stefan Pürner dazu, sich zu beschweren. Über sein Wiesengrundstück am Ortsrand seien ohne seine Einwilligung Platten für eine Fahrspur verlegt worden. Sein Pächter mache deshalb Verluste bei der Nutzung dieser Wiese geltend. Außerdem beschwerte sich Pürner über Beeinträchtigungen wegen Bauarbeiten in der Ortsmitte. Ohne vorherige Ankündigung sei bei seinem Nebengebäude ein Graben aufgerissen worden, weshalb er seinen dort geparkten Kühlwagen nicht mehr habe herausfahren können. Auch die Parksituation vor seinem Getränkemarkt gab ihm Anlass zur Beschwerde. Die für Kunden vorgesehenen Flächen würden von Baufahrzeugen zugestellt. Bürgermeister Roman Berr versprach Abhilfe.

2013 abgerechnet

Kassensturz machte die Verwaltungsgemeinschaft Neukirchen für das Rechnungsjahr 2013 auch für Etzelwang. Heraus kamen im Verwaltungshaushalt 1 772 027 Euro und im Vermögenshaushalt 1 474 370 Euro, erläuterte Elfriede Wirbel. Unter dem Strich erwirtschaftete der Verwaltungsetat damit einen Überschuss von 246 377 Euro für den Vermögenshaushalt.

Bauarbeiten zur Dorferneuerung werden die Zufahrt zum Mühlweg, die sowieso durch eine Engstelle eingeschränkt ist, gänzlich unmöglich machen. Deshalb befasste sich der Gemeinderat schon länger mit dem Gedanken, eine Abzweigung von der Kreisstraße Richtung Mühlweg einzurichten. Für diesen landwirtschaftlichen Weg über ein Wiesengrundstück wäre ein Damm für die Fahrspur sinnvoll. Das Amt für Ländliche Entwicklung sah für die Errichtung dieser Zufahrt sogar Fördermöglichkeiten.

Da der Etzelbach überquert werden muss, muss auch das Wasserwirtschaftsamt einbezogen werden. Diese Behörde forderte nun, dass der Hochwasserschutz eine höhere als bisher vorgesehene Dammaufschüttung erforderlich mache. Angesichts dessen hat das Amt für Ländliche Entwicklung die anfangs erteilte Zuschusszusage wieder zurückgezogen. Die zusätzliche Erhöhung des Damms sowie die Einfassung des Bachlaufs in ein Betonbett unter dem Damm hindurch stieß nicht überall auf Zustimmung. Gemeinderat Ernst Scharr sprach sogar von einem unverhältnismäßigen Eingriff.

Zähneknirschendes Ja

Da das Wasserwirtschaftsamt jedoch nicht bereit ist, von seiner Forderung über die Höhe des Damms abzuweichen, entschloss sich der Gemeinderat für diese Variante und will im Einvernehmen mit dem Amt für ländliche Entwicklung die Planung dieses Wegs in Auftrag geben. Gemeinderätin Lydia Zahner empfahl, bei der Planung darauf zu achten, dass der Eingriff in die Natur so minimal wie möglich gehalten werde.

"Wir wollten das"

Bei einer Voranfrage für ein extravagantes Wohnhaus im Baugebiet Schlossblick erinnerte sich das Gremium an die Absicht, möglichst wenig Vorschriften machen zu wollen und akzeptierte deshalb den Wunsch dieses Interessenten. Gemeinderat Karl Adelmann erkundigte sich nach der Vermietung der Schulhaus-Wohnung Der Bürgermeister berichtete, dass dort eine ukrainische Familie mit fünf Kindern eingezogen sei und auf viel Hilfsbereitschaft stoße, weil sie sich integrationswillig zeige.
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