Nicht zu lange sanieren

Der Beschluss ist verschoben: Der Stadtrat hat noch nicht über die Bedarfsmitteilung der Kommune für das Städtebauförderprogramm 2015 bis 2018 abgestimmt. Grund ist das Taubnschusterhaus. Soll dessen Modernisierung auf zwei oder drei Jahre aufgeteilt werden?

Die endgültige Entscheidung darüber wird heute, Donnerstag, fallen. Zuvor wird Architekt Klaus Stiefler in der öffentlichen Sondersitzung des Stadtrats (Beginn: 18.30 Uhr) über Einzelheiten der Baumaßnahme informieren.

Die Bedarfsmitteilung der Stadt zum Städtebauförderungsprogramm wird förderfähige Maßnahmen über insgesamt 3,335 Millionen Euro enthalten. Die aufwendigsten Vorhaben sind: mit 800 000 Euro die Modernisierung des von der Stadt erworbenen Taubnschusterhauses, mit 650 000 Euro die Neugestaltung von Oberer Stirnbergstraße, Stirnbergstraße, Pappenberger Weg und Stegenthumbacher Straße sowie mit weiteren 650 000 Euro der Friedhofsweg Ost. Kämmerer Karl Stopfer erklärte dazu, dass mit der zuständigen Stadtbau Amberg eine neue Rangliste erstellt worden sei.

Die Maßnahmen im Sanierungsgebiet "Altstadt" wurden bisher wechselweise mit Mitteln aus dem Bayerischen Städtebauförderungsprogramm und dem Bund-Länder-Programm "Sanierung und Entwicklung" bedient. Zur Zeit werden durch die Regierung der Oberpfalz Fördergelder für die Sanierungsgebiete I (Altstadt, Stirnberg) und II (Raiffeisenplatz, Scheunenviertel, Zimmermannsplatz) aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogamm "Stadtumbau West" bereitgestellt.

Zuschuss nur mit Meldung

Bürgermeister Peter Lehr informierte die Stadträte, dass es ohne Bedeutung sei, ob die aufgeführten Einzelmaßnahmen auch umgesetzt werden. Wenn jedoch ein Vorhaben nicht gemeldet sei,, sei auch eine Bezuschussung nicht möglich. Die Regierung benötige die Bedarfsmitteilung, um Fördermittel rechtzeitig einplanen und bereitstellen zu können. Die Modernisierung des Taubnschusterhauses war im Entwurf für die Jahre 2015 bis 2017 vorgesehen. Hubert Schug befürchtete bei einer Verteilung auf drei Jahre wegen möglicher Preis- und Lohnerhöhungen allerdings Teuerungen. Er sprach sich daher für eine Einmalmaßnahme aus.

Einschränkungen für Betrieb

Auch Matthias Haberberger waren drei Jahre Bauzeit zu lange. Er befürchtete dadurch erhebliche Einschränkungen für den Kulturbetrieb im Haus. "Der Heimatverein ist bestrebt, das Leben im Anwesen nicht erlöschen zu lassen", machte er deutlich. Ebenso wie zweiter Bürgermeister Karl Lorenz hielt er zwei Bauabschnitte für vertretbar. In die Bedarfmitteilung sollen daher für 2015 und 2016 jeweils 400 000 Euro aufgenommen werden.

Für das nächste Jahr sind im Übrigen auch der Abbruch des alten Feuerwehrhauses (50 000 Euro) und der sogenannten Klarner-Villa (55 000 Euro) vorgesehen. Letztere sei nach Aussage von Bürgermeister Peter Lehr "hochgradig kontaminiert, aber unter Denkmalschutz". Er befürchtet daher, vom Denkmalamt keine Zustimmung zum Abriss zu erhalten.
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