Nicht zu viele "Klötze ans Bein" hängen

Für Kämmerer Bruno Haberkorn war der Haushalt 2015 etwas Besonderes - nämlich sein letzter vor der Pension. 33 Zahlenwerke hat er federführend erarbeitet.

Die Aufstellung habe sich diesmal als sehr schwierig gestaltet. Mehrmals seien die Entwürfe geändert worden, um eine "noch akzeptable" Kreditaufnahme zu erzielen. "Wenn aber Einnahmen teilweise schrumpfen, die Ausgaben ständig steigen und manche Investitionsmaßnahme ohne Zuschüsse ausgeführt werden muss, kann ein Haushalt normalerweise ohne Kreditaufnahme nicht ausgeglichen werden." Einige für 2015 geplante Maßnahmen mussten in das Investitionsprogramm 2016 bis 2018 verschoben werden.

"Grundsätzlich muss die Stadt Kemnath darauf achten, dass sie sich nicht zu viele Klötze ans Bein hängt", warnte Haberkorn. Investitionsmaßnahmen, die auf viele Jahre Betriebs- und Unterhaltungskosten nach sich ziehen, engten den Spielraum im Verwaltungshaushalt immer mehr ein. Schon in seinen ersten "Schlussfeststellungen" 1983 habe er Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit als oberstes Gebot angemahnt. Dieser Satz sei heute so aktuell wie damals.

Die Erstellung des Haushalts sei immer spannend und eine Herausforderung für die Kämmerei gewesen, um möglichst allen Wünschen gerecht zu werden. "Manchmal war es nicht einfach, die notwendige Balance zwischen Stadtrat, Bürgermeister und Kämmerei auszuloten und herzustellen", räumt Haberkorn ein. Meist sei aber eine gemeinsame Linie gefunden und fast alle 33 Haushalte einstimmig verabschiedet worden. (stg)
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