Nichts zu erben für SV Etzenricht

Wenig zu bestellen hatte der SV Etzenricht beim 1. FC Bad Kötzting, der nach dem 1:3 den Abstand auf Platz zwei auf nur noch vier Zähler minimierte. Martin Pasieka (Bild) hatte zwar zum zwischenzeitlichen Gleichstand getroffen, zu mehr reichte es aber nicht für den SVE. Bild: war

Nach zwei Auswärtsniederlagen im Bayerwald und zwei Unentschieden auf eigener Anlage nimmt der SV Etzenricht in der Landesligatabelle am letzten Spieltag der Vorrunde Platz zwei ein.

Bad Kötzting. (war) Punktgleich mit dem aktuellen Dritten und nächsten Gegner, dem SV Hutthurm beendet die Rösch-Truppe die Halbserie mit 34 Punkten, hat aufgrund des Direktvergleichs durch das 2:1 im Eröffnungsspiel die Nase vorn. Das Gesamtergebnis zur Saisonhalbzeit hatten selbst die kühnsten Optimisten nicht auf der Rechnung.

Am frühen Samstagnachmittag gab es "Am Roten Steg" nichts zu erben. Der gastgebende 1. FC Bad Kötzting untermauerte eindrucksvoll seine Ambitionen auf einen Wiederaufstieg und verkürzte die Distanz auf den SVE mit diesem in der Summe verdienten Dreier auf vier Punkte. Nur noch sieben Zähler fehlen dem ambitionierten FC auf Spitzenreiter Ammerthal, der sich in Cham mit einem 1:1 begnügen musste. "Hohe Laufbereitschaft und starke Leistung", oder "Ergebnis einer 90-minütigen Überlegenheit", lauteten in Stichworten die von Lob geprägten Kommentare von FC-Trainer Peter Gallmeier. Dass das 1:1 bis Mitte des zweiten Abschnitts Bestand hatte, wertete der Coach als Verdienst von Michael Heisig im Etzenrichter Tor.

"Kötzting feierte einen verdienten Sieg aufgrund der zweiten Halbzeit, konnte da zulegen und wir nicht", erklärte Etzenrichts Sportlicher Leiter, Markus Hofbauer kurz und prägnant. Rösch musste seine Planung umwerfen, wie bei der Niederlage in Waldkirchen fehlte Marko Lorenz als schwer zu ersetzende Schaltstation im Mittelfeld, und spielte mit einem 4-3-3-System. Von der Bank rückte Florian Hagn in die Startelf.

Kurios und begünstigt von Glück gingen die Badstädter in Führung. Ein Freistoß von Patrick Lex aus halbrechter Position driftete unglücklich ins Tor. Heisig war die Sicht versperrt, hatte wohl die Faust noch dran und wurde von Johannes Aschenbrenner irritiert. Die Schiris werteten den Treffer für Letzteren. Den Ausgleich nach einer halben Stunde besorgte Martin Pasieka, er manövrierte mit einem Solo die FC-Deckung aus und vollendete hoch in die kurze Ecke. Zwei Versuche zuvor (9./13.) scheiterte der SVE-Stürmer an Keeper Stefan Riederer. Mit acht Treffern führt Pasieka nun die interne Torschützenliste an.

Kötzting legte enorm zu und Heisig stand unter Beschuss, entschärfte einen Knaller von der Strafraumgrenze (35.). Ismael Morina versiebte die größte Chance (44.) für den FC, bereits vor der Pause in Führung zu gehen.

Unveränderte Darbietung in Abschnitt zwei: Morina setzte sich mit einem Dribbling durch (49.), Heisig wehrte zur Ecke ab. So ging es in zwei, drei brisanten Szenen auch weiter. Gegen den platzierten Spannschuss von Libor Tafat war kein Kraut gewachsen und damit die Vorentscheidung perfekt. Etzenricht öffnete die Deckung und kassierte nach einem ideal ausgespielten Konter noch den dritten Treffer. Die Vorarbeit bis zur Grundlinie leistete Filip Trantina, Morina musste nur noch den Fuß hinhalten. Beste Etzenrichter Aktion war ein Schuss von Uli Herrmann (86.) aus der zweiten Reihe, der Ball strich knapp über die Querlatte.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.