Niederlage nach Krimi

Es war spannend bis zum Abpfiff. Die Schwandorfer Basketballer waren zwar in der Partie gegen den VfL Treuchtlingen nur Außenseiter, aber eine Überraschung wäre trotzdem fast gelungen.

Schwandorf. (par) Die Basketballer des TSV 1880 Schwandorf haben in der Bayernliga die dritte Niederlage kassiert. Gegen den ungeschlagenen VfL Treuchtlingen unterlag die Mannschaft von Cheftrainer Sebastian Fischer nach zweifacher Verlängerung mit 69:77. Dabei kassierte der TSV zweimal kurz vor dem Ende den Ausgleich und steht trotz guter Leistung mit leeren Händen da.

In die Partie gegen den VfL Treuchtlingen gingen die Schwandorfer als klarer Außenseiter. Die Mittelfranken entschieden alle drei Saisonspiele für sich, während der TSV nur eine Begegnung gewann. Trotzdem waren die Gäste aus der Oberpfalz hochmotiviert und wollten eine gute Leistung abliefern, um doch die Überraschung zu schaffen.

Fischer musste auf Christopher Bias verzichten, der sich eine Woche zuvor die Nase gebrochen hatte. Zudem fehlten die Langzeitabwesenden Alwin Prainer, Vaidas Butkus und Felix Müller.

Den besseren Start in die Partie hatte der TSV. Angeführt von einem gut aufgelegten Tobias Ruhland, der erstmals in dieser Saison in der Startformation stand, führten die Gäste nach dem ersten Viertel mit 19:8. Ruhland steuerte zehn Punkte bei.

Im zweiten Spielabschnitt bauten die Schwandorfer die Führung auf 23:10 aus. Doch dann folgte ein Bruch im Offensivspiel. Bis zur Pause erzielte Schwandorf keinen Punkt mehr aus dem Spiel und traf nur drei von acht Freiwürfen. Treuchtlingen fand im Angriff viel besser ins Spiel und glich fast mit der Halbzeitsirene zum 26:26 aus.

TSV-Trainer Fischer ermahnte seine Spieler, jetzt nicht nachzulassen. Bereits letzte Woche gegen Augsburg gab es nach dem Seitenwechsel einen deutlichen Bruch. Seine Spieler nahmen sich das zu Herzen und gaben in der zweiten Halbzeit nochmal alles. Mitte des vierten Viertels setzte sich Treuchtlingen auf 48:41 ab.

Doch die Gäste gaben nicht auf und kämpften unermüdlich weiter. Die Folge war ein 14:4-Lauf und die 55:52-Führung Sekunden vor Schluss. Treuchtlingen hatte noch einen Angriff und schaffte zehn Sekunden vor Ende noch den Ausgleich, der Verlängerung bedeutete.

Auch da ging es hin und her. Erst führte Treuchtlingen mit 61:57, dann Schwandorf mit 62:61. Problematisch beim TSV war jedoch die Foulbelastung. Ruhland musste Mitte des Schlussviertels mit fünf Fouls vom Spielfeld, in der Verlängerung folgten Lars Aßheuer und Johannes Pflamminger. Zudem verletzte sich Stefan Beer am Knie. Trotzdem rafften sich die Gäste nochmal auf und kamen Sekunden vor dem Ende der Verlängerung zu einer 64:62-Führung. Doch wieder hatten die Hausherren noch einen Angriff und trotz guter Mannschaftsverteidigung gelang erneut der Ausgleich. Zwar lagen die Schwandorfer auch in der zweiten Verlängerung kurz in Front (69:68), doch am Ende fehlten den TSV-Spielern die Kräfte und Treuchtlingen machte den 77:69-Erfolg perfekt.

Die Schwandorfer müssen weiter auf den zweiten Saisonsieg warten. Trotzdem war TSV-Coach Fischer zufrieden: "Wir haben heute viel besser gespielt als in den letzten Wochen. Die Leistung stimmte und wir haben nie aufgegeben. Dass wir zweimal den Ausgleich kassierten, war unglücklich, denn gerade am Ende der ersten Verlängerung haben wir gut verteidigt. Aber Treuchtlingen hatte das nötige Quäntchen Glück."

Am kommenden Wochenende haben die Schwandorfer in der Bayernliga Pause - dann steht die Bayernpokalpartie gegen die 1. Regionalligamannschaft des TSV Breitengüßbach an. Spielbeginn ist am Sonntag, 17 Uhr, in Schwandorf.

TSV Schwandorf: Johannes Pflamminger (21 Punkte), Tobias Ruhland (16), Sebastian Fischer (15), Andreas Schindwolf (8), Leon Krampert (5), Lars Aßheuer (3), Stefan Beer (1)
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