Noch ein Energiegutachten

Aus einer Bildungstätte soll ein kleines Gesundheitszentrum werden. Bürgermeister Wolfgang Haberberger schlug dem Stadtrat die Umnutzung einer Teilfläche des ehemaligen Schulhauses in eine Psychotherapie-Praxis vor. Notwendig seien die Schaffung von zwei Behandlungsräumen, eines Warteraumes und eines Nebenraumes, erklärte der Bürgermeister. Zu einer Anfrage aus dem Gremium über die Kosten wollte sich Haberberger nicht äußern. Aufgeschlossener zeigte sich der Sitzungsleiter zur Frage der Nutzung der weiteren Räumlichkeiten. Haberberger ist guter Dinge, mittelfristig im alten Schulhaus einen Allgemeinmediziner und einen Physiotherapeuten zu begrüßen.

Kraft tanken, Kultur erleben und die Kulmregion erfahren. Mit diesem Leitgedanken möchten 13 "Kulmgau"-Gemeinden als Arbeitsgemeinschaft (ARGE) die Kulmregion voranbringen. Ein 100 Seiten umfassendes Konzept des Büros Geo-Plan aus Bayreuth zeigt Entwicklungsstrategien auf. Zu den Vorschlägen gehören eine regionale Gartenschau und der Ausbau der Elektro-Mobilität einschließlich neuer Themenwege. Der Vorschlag des Bürgermeisters, sich mit einem Förderantrag der ARGE Kulmregion um ein Integriertes Räumliches Entwicklungskonzept (IRE) zu bewerben, fand Zustimmung.

Schließlich warb der Rathauschef für ein weiteres Gutachten, das die Wirtschaftlichkeit der Energieversorgung der Stadt und eine Wärmeverbund-Regelung untersuchen soll. Haberberger verwies auf eine staatliche Förderung von 70 Prozent. "Jetzt machen wir den ganzen Spaß noch einmal von vorne", kritisierte Manfred Rix den Bürgermeister-Vorschlag und verwies auf eine Untersuchung im Rahmen des städtebaulichen Entwicklungskonzeptes im Jahr 2012. Mit der Bemerkung "das war nur oberflächlich" relativierte Haberberger die Qualität der früheren Erhebungen im sogenannten "Brautsch-Gutachten" und versprach, den Leiter des Instituts für Energietechnik an der Technischen Hochschule Amberg/Weiden zu einer Stadtratssitzung einzuladen. Das Energiegutachten aus dem Jahr 2012 stammt ebenfalls von der Hochschule Amberg. Der Beschluss zur Einholung von drei Angeboten erfolgte einstimmig.

Nur zur Information bestimmt waren Erläuterungen des Bürgermeisters zum Wunsch der Stadt, an den Autobahnen mit Werbetafeln auf die Attraktion des Rauhen Kulms hinzuweisen. Die Kosten für vier "touristische Unterrichtstafeln" bezifferte der Bürgermeister auf zirka 26 000 Euro.

Einen "extremen Handlungsbedarf" sah Wolfgang Haberberger bei der Geburtenentwicklung. Der Bürgermeister verwies auf die Statistik mit fünf Geburten im Jahr 2014 und einem Baby mehr im Jahr 2013 und appellierte an das Gremium: "Auch der Stadtrat kann zu höheren Geburtenzahlen beitragen". Mit Blick auf die große Abholzaktion mit zirka 400 Schüttraummetern kündigte Haberberger eine Verlosung der Brennholzbestände an.
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