Noch ein Versuch

Einmal noch machten die evangelischen Kürmreuther einen Versuch, zu einem eigenen Pfarrer zu kommen. Sie stellten 1922 einen Antrag an die Bayerische Landeskirche und baten, eine Stelle für einen Hilfsgeistlichen einrichten zu dürfen. Dieser evangelische Pfarrer sollte natürlich auch - wie bis vor 270 Jahren - in Kürmreuth wohnen.

Leider hatten sie sich zu früh gefreut. Zwar wurde der Antrag genehmigt, aber das Vorhaben scheiterte an den 17 600 Reichsmark, die als Grundkapital für die Entlohnung des Pfarrers gefordert waren. So wird die 240-Seelen-Kirchengemeinde weiterhin vom Edelsfelder Pfarrer mitbetreut. Während früher nur das Dorf Kürmreuth allein eine evangelische Pfarrei bildete, wurden vor 200 Jahren noch die Gemeindeglieder von Pruihausen, Mönlas, Alternsthof und Wegscheid "eingepfarrt". Als letztes Dorf kam Hannesreuth vor 150 Jahren dazu.

Erwähnenswert ist auch, dass die evangelische Kirchengemeinde Kürmreuth traditionell die beste Wahlbeteiligung bei den Kirchenvorstandswahlen im Sulzbach-Rosenberger Dekanat hat. (wku)
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