Noch ganz traditionell

Hier wird noch wie früher gefeiert - ohne große Effekthascherei und übertriebenes Marketing. Für die, die dabei waren, steht fest: Die Emhofer Kirwa, im südlichsten Dorf des Landkreises, war eine der schönsten und sicher eine der bestbesuchten der vergangenen Jahre.

Mit einem großen und gelungenen Finale setzten die Emhofer Paare an ihrem Kirchweihsonntag einen tollen Schlusspunkt unter den Festreigen in der Gemeinde Schmidmühlen. Zwar endet auch in Emhof die Kirwa nicht am Sonntag, sondern erst mit dem Bärtreiben am Montag, aber der Tanz der Paare ist auch hier der Höhepunkt des weltlichen Teils.

Das Programm, das die Akteure boten, verdient ein respektvolles "Hut ab". Eine Dreiviertelstunde tanzten die Paare, alles klappte wie am Schnürchen. Mit Herzblut waren die Burschen und Mädchen bei der Sache: Ob Mühlradl, Sternpolka oder Zigeunerpolka - stets gaben sie eine ausgezeichnete Figur ab und ernteten langanhaltenden Applaus.

Weit verbreitet ist die Meinung, "draußen am Land" sei nichts los: Das wird aber bei den Kirchweihfesten immer wieder widerlegt. So war es auch am Sonntag in Emhof. Die Bedeutung einer Dorfkirchweih für den Ort sollte man auch unter dem gesellschaftlichen Aspekt nicht unterschätzen: Zeigt sie doch immer noch die Identifikation mit der Ortskirche und festigt auch den Zusammenhalt.

Traditionell gehört der Sonntag den strammen Burschen und feschen Mädchen des Ortes. Vor fast drei Jahrzehnten, 1986, formierten sie sich und organisieren seitdem dieses Fest. 1990 wurde zum ersten Mal ein Kirwatanz präsentiert. Oberkirwabursch war damals Helmut Werner. Seitdem ist Emhof im Landkreis eine echte Kirwahochburg.
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