Noch Hoffnung in Plößberg

Harald Walbert zeigt die Richtung an: Der Trainer des SV Plößberg will mit seiner Mannschaft noch den Klassenerhalt in der Bezirksliga Oberpfalz Nord schaffen. Vor dem Start in die Restrückrunde haben die Stiftländer als Schlusslicht sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Bild: Gebert

März, beginnt für den SV Plößberg der Kampf ums sportliche Überleben. Sieben Punkte trennen das Schlusslicht der Bezirksliga Oberpfalz Nord vom Relegationsplatz, neun vom rettenden Ufer. Die Lage ist prekär, doch die Stiftländer geben die Hoffnung auf den Klassenerhalt nicht auf.

Plößberg. (gb) In der vergangenen Saison klopfte der SV Plößberg noch an die Tür zur Landesliga, in der laufenden Spielzeit steckt der Vorjahres-Dritte tief im Abstiegskampf. Mit nur 16 Punkten aus 19 Partien überwintern die Stiftländer in der Bezirksliga Oberpfalz Nord als Tabellenletzter. Doch von Aufgabe will niemand etwas wissen. "Es wird schwer, aber chancenlos sind wir nicht", sagt Trainer Harald Walbert, der Ende September 2014 Thomas Schiener abgelöst hatte. Und auch Abteilungsleiter Rainer Böckl ist "optimistisch". Die Mannschaft wolle das Ruder unbedingt noch herumreißen.

Erinnerung an 2011/12

Hoffnung gibt auch die Erinnerung an eine ähnliche Situation in der Saison 2011/12. Damals lag der SV Plößberg zur Winterpause sechs Zähler hinter dem Relegationsplatz. Mit einem furiosen Endspurt - sechs Siege in den letzten sechs Spielen - wurde der Rückstand aufgeholt. Es folgte das dramatische Entscheidungsspiel um den Klassenerhalt gegen den FC Jura, das die Stiftländer in Teunz mit 3:2 nach Verlängerung gewannen.

Auf einen Endspurt wollen sich die Plößberger diesmal nicht verlassen. "Ein guter Start in den ersten zwei, drei Spielen ist wichtig. Wenn wir da nicht punkten, wird's schwierig", befürchtet Walbert, der in den neun Spielen seit seinem Amtsantritt zwölf Punkte holte und eine ausgeglichene Bilanz (drei Siege, drei Remis, drei Niederlagen) aufweisen kann. Auftakt ist am Samstag, 21. März, mit dem Nachholspiel beim SC Luhe-Wildenau, der als Zehnter drei Punkte vor dem Relegationsplatz liegt. Für Böckl ein "entscheidendes Spiel".

Der SV Plößberg absolvierte sechs Vorbereitungsspiele, zwei in Eger auf Kunstrasen und vier auf Hartplatz. Dabei gab es drei Siege (4:3 beim TSV Konnersreuth, 7:0 gegen die Sportfreunde Kondrau, 4:1 gegen die DJK Irchenrieth), ein Remis (1:1 gegen den ASV Wunsiedel) und zwei Niederlagen (2:5 gegen die SpVgg Wiesau, 1:2 gegen den SVSW Kemnath). Walbert bezeichnet die Testspielphase als "durchwachsen", vor allem deshalb, weil er nie mit derselben Aufstellung spielen konnte. Allerdings gebe es aber auch positive Erkenntnisse. Enrico Köllner, Neuzugang von Ligakonkurrent SC Luhe-Wildenau, der als Ersatz für den zum 1. FC Schwarzenfeld abgewanderten Jaroslav Filinger geholt wurde, habe sich sehr gut integriert. "Und läuferisch sind wir stärker geworden", freut sich Walbert, was er vor allem darauf zurückführt, dass der Trainingsbesuch im Vergleich zum Herbst besser geworden sei.
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