Noch liegt das Freudenberger Oberland still und idyllisch auf seinen Höhen. Dies dürfte sich aber bald ändern. Denn bald rücken Baumaschinen an, um die Orte Schleißdorf, Ellersdorf, Witzlricht, Stauberhof und Lintacher Mühle an die Abwasserzentrale der Gemeinde bei Geiselhof anzuschließen.
Bald rollen Bagger an

Das Oberland (links Ellersdorf, rechts Schleißdorf) erhält eine Kanalisation mit dem Anschluss an die Kläranlage bei Geiselhof. Bild: sche
(sche) Mit dem Baubeginn rechnet das Ingenieurbüro Seuß Ende April/Anfang Mai. Thomas Dotzler als zuständige Sachbearbeiter der Planer unterrichtete den Gemeinderat bei dessen Sitzung über die vorgesehenen Maßnahmen und die geschätzten Kosten.

Reparaturen notwendig

Die zu erwartenden Ausgaben dafür sind, trotz einiger bereits beschlossener Einsparungen in Höhe von rund 140 000 Euro, weiter angestiegen. Denn die zu erwartenden zusätzlichen Ausgaben betragen etwa 325 000 Euro.

Bedingt sind diese Kostenmehrungen durch die Erneuerung und Reparatur der Regenwasserkanäle sowie durch Mehrkosten bei der Entsorgung von teerhaltigem Asphalt, vorgefundener Hochofenschlacke und weiteren Altlasten.

Modifiziertes Trennsystem

Entwässert werden sollen die einzelnen Ortschaften im modifizierten Trennsystem. Die Straßen, Oberflächenentwässerungskanäle und Gewässerverrohrungen werden weiterhin zur Ableitung des Niederschlags genutzt.

Um das Schmutzwasser abzuleiten, soll ein neues Freispiegelkanalsystem eingerichtet werden, in dem vorwiegend häusliche Abflüsse gesammelt werden. Die Abwässer werden dem jeweiligen Ortsteilpumpwerk zugeführt und über Druckleitungen in die zentrale Abwasserreinigung der Kläranlage Freudenberg eingeleitet.

Von größerer Tragweite war die Entscheidung des Freudenberger Gemeinderats über die Art der benötigten drei Pumpstationen. Bürgermeister Alwin Märkl schlug die kostensparende Variante mit zwei Pumpwerken in Nassaufstellung und dem Hauptwerk in Trockenaufstellung vor. Bei zwei Gegenstimmen der Freien Wähler favorisierte das Gremium diese Lösung.

2,5 Millionen Euro

Gemäß den vorliegenden Schätzungen kommt die gesamte Baumaßnahme auf rund 2,5 Millionen Euro. 933 000 Euro sind an Fördermittel zu erwarten. Bürgermeister und Gemeinderat erhoffen sich als steuerschwache Gemeinde eine finanzielle Unterstützung durch eine Härtefonds-Regelung.
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