Nörgeln an Vergabepraxis
Aus dem Gemeinderat

Mehlmeisel. (bkr) Kritik an den vergebenen und abgerechneten Arbeiten rund um das Rathaus übte in der Gemeinderatssitzung am Montag Peter Hautmann (CSU). Er kritisierte die Art der Abrechnung, Lieferscheine seien nicht unterschrieben, und die bewilligte Auftragssumme von 6000 Euro sei um 900 Euro überschritten worden.

"Der Vergabepreis wurde eingehalten", erwiderte Bürgermeister Franz Tauber. Zu den Mehrkosten führte er aus, dass zusätzliche Waben-Matten beim Wegebau verwendet und außerdem noch ein paar kleinere Arbeiten vergeben wurden. "Es wäre nicht sinnvoll gewesen, wegen 900 Euro den Bauausschuss einzuberufen", so Tauber, der gleichzeitig auf sein Verfügungsrecht mit einem Rahmen von 5000 Euro verwies.

Tauber machte auf die Vergabepraxis zurückliegender Jahre aufmerksam, als er anmerkte, dass früher Aufträge von 20 000 Euro an heimische Unternehmen vergeben wurden, ohne Angebote einzuholen. Wenn es was zu bemängeln gebe, dann solle dies beim Rechnungsprüfungsausschuss getan werden.

Hautmann, der selbst einen Baggerbetrieb hat, unterstrich, dass bei seinen Aufträgen und Abrechnungen alle Lieferscheine von ihm persönlich unterzeichnet würden. Die Unterschriften auf den Lieferscheinen bei den Arbeiten um das Rathausumfeld fehlten oder es heiße: "Wir brauchen keine." Heribert Lehnert(FWG) kommentierte das Scharmützel mit den Worten: "Jetzt, wo Gegenangebote eingeholt werden und örtliche Unternehmen nicht die günstigsten sind, wird genörgelt."

Der Gemeinderat bewilligte übrigens einstimmig dem TSV Mehlmeisel und dem Schützenverein als freiwillige Leistungen die beantragten Zuschüsse zu den Übungsleiterkosten. Der TSV erhält 1860,93 und die Schützen 788,67 Euro.

Tauber informierte schließlich, dass die Abbrucharbeiten am Kirchsteig abgeschlossen sind. Die Kinder können wieder gefahrlos in die Schule gehen. Das letzte Anwesen in der Mühlgasse ist an die Kanalisation angeschlossen. Nach der Havarie im Sauerweg im Frühjahr wurde die Straße durch die betroffene Firma wieder instandgesetzt, jedoch nicht zur Zufriedenheit des Bauhofleiters. Die Mängel müssen nochmals besprochen werden.

Für die bevorstehende Wintersaison am Klausenlift sucht die Gemeinde für den reibungslosen Betrieb 30 bis 40 Mitarbeiter auf geringfügiger Basis, gab Franz Tauber bekannt.
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.