Nord-Ost-Gruppe lässt Brunnenleitung erneuern
Rohrsanierung von innen heraus

"Die nächsten 50 Jahre" sollen die neuen Rohrleitungen schon wieder halten, hofft Klaus Zeiser, Vorsitzender des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Nord-Ost-Gruppe. Der Vertreter der beauftragten Baufirma nickt. Das Polyethylen-Material mit hoher Dichte (PE-HD) gewährleiste eine lange Lebensdauer. Bei der Verlegung entschied sich der Zweckverband für "die neueste und kostengünstigste Lösung".

Die Nordostgruppe versorgt über 400 Kilometer Leitungen neun Mitgliedsgemeinden auf einem Gebiet von 300 Quadratkilometern mit Wasser, das aus dem Brunnenfeld Erzhäuser kommt und von einem Verteilerschacht zur Aufbereitungsanlage geleitet wird. Diese Verbindungsleitung ist 735 Meter lang und muss nun saniert werden.

Verbandsvorsitzender Klaus Zeiser erklärte bei einem Ortstermin am Montag, warum sich die Verbandsversammlung für das U-Liner-Verfahren entschieden hat: "Bei dieser Technik brauchen wir die Rohre nicht freizulegen und sparen dadurch Zeit und Geld". Lediglich ein 75 Meter langes Teilstück müsse aufgegraben werden.

Wie funktioniert das? Die PE-HD-Rohre werden so verformt, dass sie mit Hilfe von Seilwinden in die bestehenden Leitungen eingeschoben werden können. Unter heißem Dampf und Druck bilden sich die U-Liner dann wieder in die ursprüngliche Kreisform zurück und legen sich eng an die Wandungen der alten Mantelrohre an. Die Sanierungsmaßnahme dauert noch bis Ende April und wird 120 000 Euro kosten.
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