Notstand unterm Christbaum

Ein adventlicher Treffpunkt für Jung und Alt ist das Preißacher Christbaum- und Glühweinfest, zu dem die Dorfgemeinschaft heuer zum achten Mal einlud. Bild: bjp

Einen verlegenen Nikolaus sieht man auch nicht oft: Beim Adventsmarkt in Preißach brachte der Besucheransturm den heiligen Mann in eine dumme Situation.

An Überraschungen fehlte es nicht beim achten Adventsmarkt. Erst strafte der Himmel die "Wetterfrösche" Lügen, indem er den Dorfplatz nicht wässerte, sondern winterlich-weiß überzuckerte. Die zweite Überraschung musste Nikolaus höchstselbst "ausbaden".

Dank des Rekord-Besucherzustroms leerte sich sein Sack schneller als erwartet. Allen Mädchen und Buben, die keinen "himmlischen" Adventskalender ergatterten, konnte Nikolaus nur versprechen, im nächsten Jahr wieder in das brave Dorf zu kommen, in dem nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen mit ihrem Christbaum- und Glühweinfest alljährlich einen stimmungsvollen Adventsauftakt setzen.

Über die vielen Gäste freuten sich nicht zuletzt die Christbaum- und Festtagsschmuckverkäufer im "Hey-Stodl" und in den Ständen vor dem Schützenheim. Hier hieß es mitunter sogar Schlange stehen. Eine reiche Auswahl an Festaccessoires gab es insbesondere bei den "Vier Frauen vom Dorf", die ihren Verkaufserlös der Kinderkrebshilfe Oberpfalz Nord zugedacht haben. Für schwerkranke Kinder und deren Familien verkaufte auch der Preißacher und Burkhardsreuther Nachwuchs selbstgebastelte bunte "Rainbow Loom"-Schmuckbänder.

Mit von der Partie war die Preißacher Gruppe "Frauen im Advent", die mit ihrem Stand den Bayreuther Asante-Hilfsverein für Kinder in Kenia unterstützt. Besonders beliebt waren gehäkelte Weihnachtsengel aus Kenia: Jeder verkaufte "Himmelsbote" sichert ein Mittagessen für ein Schulkind in dem Land. Interesse fanden auch der handgearbeitete Holzweihnachtsschmuck von Birgit Kraus aus Störnstein und die Kristallglas- und Magnet-Schmuckstücke von Andrea Sertl aus Pichlberg.

Alle Hände voll zu tun hatten gleichfalls die fleißigen Helfer am Grill, in der Glühweinstube und am Crêpes-Stand, um die zahlreichen Besucher aus der ganzen "Gmoi" und den Nachbarorten warm und bei Kräften zu halten. Und auch fürs Ohr wurde etwas geboten: Mit einer Serenade stimmten die "Blechblousn" das Publikum auf den Besuch des Nikolaus ein.
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