Nur 23 Sekunden fehlen

Sean Ryder war mit fünf Toren bester Weidener Werfer. Die Oberpfälzer verloren in Potsdam etwas unglücklich mit 12:13. Bild: af

Verloren und doch etwas gewonnen: Zuversicht. Die Weidener Wasserballer liefern bei den stark eingeschätzten Potsdamern ein gutes Spiel und kassieren erst kurz vor Schluss das Tor, das die 12:13-Niederlage besiegelt.

Potsdam. (prg) Die Wasserballer des SV Weiden haben eine Riesenüberraschung knapp verpasst. Die Mannschaft von Trainer Gerhard Wodarz schnupperte beim OSC Potsdam bis kurz vor Spielende zumindest an einem Unentschieden, ehe den Gastgebern 23 Sekunden vor Ende der entscheidende Treffer zum 13:12 (3:5, 3:3, 4:2, 3:2)-Sieg gelang.

Die Nordoberpfälzer waren personell geschwächt und deshalb mit wenig Hoffnungen nach Brandenburg gereist. Doch die Weidener boten den favorisierten Hausherren Paroli und hätten mindestens ein Remis verdient gehabt. Doch am Ende gab den Ausschlag, dass der schmale Weidener Kader die zwangsläufig entstandene Foulbelastung nicht mehr kompensieren konnte. Natürlich ist ärgerlich, den Punkt in den letzten Spielsekunden noch abgegeben zu haben. Doch die Art und Weise, wie sich die Mannschaft in Potsdam präsentierte, macht Mut für den weiteren Saisonverlauf. "Das war eine reife und engagierte Leistung", lobte Wodarz seine Schützlinge. "Trotz der Niederlage haben wir viele wichtige Erkenntnisse gewonnen, die uns weiterbringen werden. Wir dürfen nur nicht die Geduld verlieren und müssen weiter arbeiten. Wir haben gesehen, dass wir gegen jeden Gruppengegner unsere Chance haben."

Das Spiel begann mit einem Führungstreffer der Hausherren nach Überzahl, Sean Ryder glich aber postwendend aus. Die Potsdamer gingen zunächst mit 2:1 in Führung, ehe die erste gute Spielphase der Weidener begann. Thomas Kick glich durch Strafwurf aus, Andreas Jahn traf zum 2:3, dem folgten das schnelle 2:4 durch Sean Ryder und das 2:5 durch Nikolaj Neumann. Dem OSC gelang noch ein Gegentreffer zum 3:5-Viertelstand.

Im zweiten Viertel überzeugte die Mannschaft um Torhüter Vladimir Srajer nach dem frühen Anschlusstreffer (4:5) der Potsdamer mit einer soliden Abwehr und wehrte gleich drei Unterzahlsituationen ab, ehe in eigener Überzahl das 4:6 fiel. Weiden ging 7:4 in Führung, die aber nach einem Doppelpack schnell auf 7:6 schmolz, bevor Andras Langmar in Überzahl zum 8:6-Halbzeitstand traf.

Nach dem Seitenwechsel verloren die Max-Reger-Städter zunehmend die Dominanz und musste durch einen Strafwurf (7:8) sowie ein Unterzahl- und ein Kontertor die Führung (9:8) an die Hausherren abgeben. Die weiteren drei Tore vor der letzten Pause wurden allesamt durch Überzahlspiele erzielt, Weiden traf zwei Mal und Potsdam ein Mal zum 10:10.

Im letzten Abschnitt ging der OSC mit 11:10 und 12:11 in Front, Weiden glich jeweils aus. Die Oberpfälzer versuchten, den Punkt zu retten, was auch zu gelingen schien. Doch sie kassierten einen Wasserverweis zu viel und gaben damit dem Gegner die Chance, das Spiel zu entscheiden. Matteo Duffour erzielte 23 Sekunden vor Spielende den Treffer zum 13:12.

Die ersten Saisonpunkte will der SV Weiden nun am Samstag, 22. November, um 18 Uhr in der Thermenwelt einfahren. Zu Gast ist der neue Tabellenführer der B-Gruppe SVV Plauen.

SV Weiden: Tor: Srajer; Feld: Stefan Kick (1 Tor), Trottmann, Thomas Kick (2), Langmar (1), Neumann (1), Schirdewahn, Olkhovsky, Jahn (2), Ryder (5) - Persönliche Fehler: Potsdam 7 plus Strafwurf, Weiden 12 plus 2 Strafwürfe
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