Nur ein Punkt für Blue Devils

Im Schlussabschnitt brannte es häufig vor dem Kasten des Landshuter Goalies Max Englbrecht, doch die Weidener Stürmer brachten die Scheibe nicht im Tor unter. Die mangelnde Chancenverwertung rächte sich, die Blue Devils unterlagen dem EV Landshut in der Verlängerung mit 2:3. Bild: Gebert

Es ist wie verhext! Fast in allen engen Spielen ziehen die Blue Devils den Kürzeren. Am Sonntag gegen den EV Landshut kam der K.-o.-Schlag in Verlängerung. Zuvor hatten die Weidener wieder einmal viele Chancen vergeben.

Weiden. (gb) "Wenn mir vor dem Spiel jemand gesagt hätte, wir holen einen Punkt gegen Landshut, hätte ich danke gesagt. Aber nach diesem Spiel ist ein Punkt natürlich zu wenig", erklärte Markus Berwanger nach der 2:3 (1:1, 1:0, 0:1, 0:1)-Niederlage nach Verlängerung gegen den Traditionsverein aus Niederbayern.

Der Trainer der Blue Devils trauerte einmal mehr einer Vielzahl vergebener Möglichkeiten nach, zudem ließ sein Team trotz zwei Überzahl-Toren im Powerplay die nötige Effektivität vermissen. "Wer mit 14 Unterzahl-Situationen ein Spiel gewinnt, hat ein hartes Stück Arbeit hinter sich", erklärte deshalb der Landshuter Coach Toni Krinner, der aber wegen der vielen Hinausstellungen gegen sein Team mit dem Unparteiischen hart ins Gericht ging. "Der Schiedsrichter hat versucht, das Spiel neu zu erfinden, nämlich Hochgeschwindigkeits-Ballett."

Ohne Philipp Siller

Während bei Landshut Topscorer Patrick Jarrett nach seiner Spieldauerdisziplinarstrafe vom Freitag fehlte, mussten die Blue Devils auf Philipp Siller verzichten. Der Youngster hatte in Sonthofen eine Schulterprellung erlitten. Coach Berwanger musste deshalb seine gerade neuformierten Sturmreihen wieder umbauen. Marcel Waldowsky wechselte wieder zu den beiden Ausländern Jacob Laliberte und Lubomir Vaskovic. Thomas Schreier, in letzter Zeit immer als Verteidiger eingesetzt, stürmte im dritten Block neben Michael Kirchberger und Veit Holzmann.

Von Beginn an gingen beide Teams ein hohes Tempo, wobei die Gäste den etwas besseren Start erwischten. In der 8. Minute markierte Max Hofbauer im Powerplay das 1:0 für die Niederbayern. Danach wurde Weiden besser und bekam den Gegner in den Griff. Die Blue Devils erarbeiteten sich Möglichkeiten, aber es reichte nur zum 1:1 durch Lubomir Vaskovic (13./Überzahl). Auch im zweiten Abschnitt lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch. Ständig standen die beiden hervorragenden Torhüter Fabian Hönkhaus (Weiden) und Max Englbrecht (Landshut) im Brennpunkt. Sie waren dafür verantwortlich, dass nur ein Treffer fiel. Erneut war Vaskovic im Powerplay erfolgreich (33.).

Im Schlussabschnitt war die Weidener Führung schon nach 41 Sekunden dahin. Fabian Hönkhaus parierte zunächst, doch Tobias Draxinger drückte den Puck über die Linie. Landshut hatte jetzt kurz Oberwasser - bis zur 46. Minute. Dann leisteten sich die Gäste sechs Strafzeiten und spielten minutenlang in Unterzahl, kurze Phasen sogar mit zwei Mann weniger. Doch die Weidener konnten kein Kapital daraus schlagen. Sie scheiterten entweder am eigenen Unvermögen oder an EVL-Keeper Max Englbrecht, dem Sohn des ehemaligen Nationaltorhüters Bernie Englbrecht.

Somit blieb es beim 2:2 und es ging in die Verlängerung. Hier nutzten die Landshuter eine Überzahl-Situation durch Max Hofbauer (64.) zum Siegtreffer. "Es ist ärgerlich, dass wir heute nur einen Punkt haben. Meine Mannschaft hat großartig gekämpft und einen enormen Aufwand betrieben. Aber wir können einfach keine Tore schießen, das ist unter großes Manko", sagte Markus Berwanger.

Derby-Wochenende

Am nächsten Wochenende wartet ein Derby-Doppelpack auf die Blue Devils: am Freitag, 20. November, um 20 Uhr bei Spitzenreiter EV Regensburg und am Sonntag, 22. November, Beginn 18.30 Uhr, zu Hause gegen die Bayreuth Tigers. "Da haben wir ein hartes Stück Arbeit vor der Brust", blickt Markus Berwanger voraus.
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