Nur Klara Losch kehrte zurück
Hintergrund

Amberg. (san) Als der Zweite Weltkrieg ausbrach, lebten in Amberg noch 20 bis 25 Juden, 1933 waren es 83 gewesen. Alle unter 60-Jährigen wurden 1942 ins polnische Piaski deportiert. Die dortige jüdische Bevölkerung war zuvor in den Gaskammern ermordet worden. Alle, die über 60 Jahre alt waren, kamen ins "Altenheim" Theresienstadt, ein Vorzeige-Konzentrationslager der Nazis.

Von den Deportierten kehrte nur Klara Losch zurück, schwerkrank. Sie starb 1953. Von den 83 Juden, die bei der Machtergreifung durch die Nazis in der Stadt lebten, kamen 30 in den Gaskammern um oder wurden erschossen. Drei setzten angesichts der aussichtslosen Lage ihrem Leben selbst ein Ende. Die anderen hatten es geschafft, auszuwandern. Einer davon lebt heute als 94-Jähriger in Amerika.

Polizeibericht

Zu wenig Papiere, zu viele Drogen

Kümmersbruck. (ll) Ein interessantes Gefährt nahm eine Streifenbesatzung des Einsatzzuges am Montag gegen 13.45 Uhr auf dem Gärmersdorfer Weg näher in Augenschein: einen Elektro-Roller, der Marke Mach 1, der nach Angaben seines 28-jährigen Fahrers etwa 40 Stundenkilometer schnell fahren kann. Bloß blöd für den Mann, dass den Beamten auch gleich die Schwachstellen des Fahrzeugs auffielen: Es hatte keine Zulassung und kein Versicherungsschild. Und der 28-Jährige besitzt keine Fahrerlaubnis.

Deshalb war die Tour für ihn an dieser Stelle zu Ende, das Gefährt stellte die Polizei auf Anordnung der Staatsanwaltschaft sicher. Da der Amberger zudem drogentypische Auffälligkeiten zeigte und einen Test verweigerte, kam er zur Blutentnahme ins Klinikum.

Kurz notiert

Eine Zeitreise durch die Welt der Musik

Amberg. Eigentlich wollte sich Fanni nur hübsch machen für das große Konzert ihrer Lieblingsband am Abend. Doch was sie auf ihrer Kleidertruhe erwartet, hätte sie niemals gedacht. Plötzlich wird sie in andere, ihr noch unbekannte Welten mitgerissen und lernt neue Klänge, wie etwa vom Cembalo oder der Harfe kennen. Das Max-Reger-Gymnasium bittet unter dem Namen des P-Seminars Musik zu einer Zeitreise durch die Musik - vom Barock bis zur Moderne werden charakteristische Instrumente auf unterhaltsame Art und Weise vorgestellt und die damalige Kultur nähergebracht. Als krönenden Abschluss wird, vertretend für die Epoche der heutigen Zeit, eine Band mit fetzigen Klängen den Abend zusammen mit den Zuschauern beenden.

Eingeladen sind Kinder ab sechs Jahren, die außergewöhnliche und vielleicht unbekannte Instrumente kennenlernen möchten, die sie im Anschluss auch selbst ausprobieren dürfen. Schauplatz des Theaterstücks ist am Sonntag, 15. November, von 16 bis gegen 17.30 Uhr das Jugendzentrum Klärwerk. Sitzkissen sind mitzubringen, der Eintritt ist frei.
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