Nur kurze Zeit innehalten

Der Markt setzt bei der Bündelausschreibung für die kommunale Strombeschaffung zu 100 Prozent auf Öko. Die Entscheidung dazu fiel denkbar knapp aus. Breiten Konsens fand hingegen der Haushalt 2015 mit "eingebauter Verschnaufpause".

Wenn sich mehrere Kommunen bei der Stromausschreibung zusammentun, dann wird Geld gespart. Bürgermeister Hans Frankl (FW) bezifferte diesen Effekt bei der Marktratssitzung am Dienstagabend mit knapp 20 000 Euro pro Jahr. Wie er weiter ausführte, stehe als erste Alternative der Bezug von Normalstrom mit Ökostromanteil zur Verfügung, die andere Möglichkeit wäre zu 100 Prozent die Ökovariante. Rudi Sommer (Grüne) plädierte vehement für den ausschließlichen Bezug des Ökostroms. Die Abstimmung endete mit 9:8 in seinem Sinne.

Für mehr Wohnraum

Der Bebauungsplan "Sollbach-Auäcker" wird aufgestellt. Dort sollen acht Parzellen ausgewiesen werden. Gegen zwei Stimmen wurde dies gebilligt, wobei vorher die Größe der Grundstücke im Blickpunkt stand. Sieben Parzellen hätten mehr Raum für Gartenfläche geboten, doch letztlich überwog das Argument für mehr Wohnraum. Gegen zwei Stimmen wurde der Haushalt 2015 verabschiedet. Nach der Sitzung des Etatausschusses (wir berichteten) hatte die Verwaltung noch einige Vorstellungen der Fraktionen eingearbeitet. So einen Ansatz für die Kinderspielplätze, wie Robert Feuerer (CSU) erfreut feststellte. Für heuer gelte das "Durchschnaufen", doch dürfe diese Phase nicht allzu lange anhalten. Ein großes Anliegen sei der Erwerb von Bauland. Auch das Baugebiet "Hinterer Markt II" dürfe nicht aus den Augen verloren werden, appellierte er.

Niedrige Verschuldung

Rudi Sommer vermisste "eine ökologische Ausrichtung des Etats". Ferner sehe er keine Bemühungen zur Ortskernbelebung. Einen "Wermutstropfen" machte MdL Joachim Hanisch (FW) im Verwaltungshaushalt aus. Sechs zusätzliche Stellen ließen aufhorchen. Dessen ungeachtet stehe Bruck wirtschaftlich gesehen nach wie vor gut da. Auf jeden Fall angeschoben werden müsse die Breitbandversorgung. Für die SPD-Fraktion signalisierte Inge Gleixner Zustimmung.

Eine positive Bilanz zog Bürgermeister Hans Frankl. Trotz schlechterer finanzieller Rahmenbedingungen aufgrund der hohen Steuerkraft in den vergangenen Jahren habe der Markt Spielraum für Investitionen in Höhe von 2,8 Millionen Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung bleibe bei 472 Euro auf einem niedrigen Stand. Gebühren und Steuern sowie die freiwilligen Leistungen würden nicht angetastet. Wie erwähnt, wurde das Zahlenwerk mit 15:2 Stimmen gebilligt. Gleiches galt für den Finanzplan und das Investitionsprogramm. Die Pflege und der Unterhalt der gemeindlichen Grünanlagen sollen verbessert werden. Auf Initiative des CSU-Fraktionssprechers Robert Feuerer war vom Marktrat im März die Einstellung eines Landschaftsgärtners beschlossen worden. Laut Sitzungsvorlage vom Dienstag würde dies dem Markt jährlich 35 000 Euro kosten. Als Alternative wurde nun die Fremdvergabe der Arbeiten ins Auge gefasst. Ob dabei auch Asylbewerber zum Arbeitseinsatz kommen könnten, müsste geprüft werden. Diesem Prozedere stimmten die Räte einhellig zu.

Die "gelbe Karte"

Am Ende der Sitzung informierte Hans Frankl, dass die Probephase zur kommunalen Verkehrsüberwachung angelaufen sei. Es würden bei Verstößen "gelbe Karten" verteilt, bislang noch nicht kostenpflichtig. Ab dem 22. Mai werde es dann ernst. Jürgen Hoffmann (CSU) fragte nach der Möglichkeit, die Grüngutannahme beim Bauhof einen Tag länger anzubieten. Der Vorschlag des Bürgermeisters, dafür am Samstag eine Stunde anzuhängen, wurde akzeptiert.

Die Hochwasserproblematik mit Blick auf Bodenwöhr brachte Robert Feuerer in Erinnerung. Bislang gebe es noch keine Vereinbarung, liege die Angelegenheit beim Wasserwirtschaftsamt Weiden, entgegnete Frankl. Gerd Habermeier (SPD) mahnte noch die beschlossene Neuausweisung des Behindertenparkplatzes am Marktplatz an.
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