Nur noch zwei Jahre an Bord

Josef Knorr stellte sich zum letzten Mal als Vorsitzender des TSV Detag Wernberg zur Verfügung. Bei den nächsten Wahlen muss es zu einer Verjüngung kommen. Im Bild das Führungsteam mit Dieter Buchner, Siegfried Krös, Josef Knorr, Georg Rebl, Georg Decker (von links) zusammen mit Bürgermeister Georg Butz (rechts). Bild: wta

Josef Knorr springt das letzten Mal als TSV-Vorsitzender in die Bresche. Der Lotse geht in schwierigen Zeiten nicht von Bord, hält die Stellung für weitere zwei Jahre. Was dann?

Wernberg-Köblitz. (wta) Im Jahr 2017 muss sich die Vorstandschaft verjüngen, stellte Knorr klar. Zu diesem Zeitpunkt läuft auch der Pachtvertrag für die TSV-Turnhalle aus. Josef Knorr betonte bei der Jahreshauptversammlung, dass sich das bisherige Team aus Pflichtgefühl gegenüber dem TSV Detag bereit erklärt habe, wieder zu kandidieren. Beim mitgliederstärksten Verein der Marktgemeinde bleibt das Amt des Stellvertreters weiterhin vakant. Viel Hoffnung wird auf die nächsten Vorstandswahlen gesetzt. Bei den Neuwahlen wurde Josef Knorr als Vorsitzender bestätigt. Als Turn- und Sportwart wurde Dieter Buchner gewählt. Über die Finanzen wacht weiterhin Siegfried Krös, und als Schriftführer fungiert Georg Decker. Für Sonderaufgaben ist Georg Rebl zuständig. Die Kasse überprüfen Franz Josef Bauer und Achim Haag.

"Damit es weitergeht"

Knorr appellierte daran, eine Verjüngung des Führungsgremiums in Angriff zu nehmen. Die jetzige Vorstandschaft leite seit über 20 Jahren den Verein. Warum finden sich keine Nachfolger? Liege es an der Situation, was nach dem Auslaufen des Pachtverhältnisses für die TSV-Turnhalle passiere? Josef Knorr stellte klar: "Ich kann versichern, dass wir alles in die Wege leiten werden, damit es danach weitergeht." Das betreffe vor allem jene Sparten, die auf eine Halle angewiesen sind. Betroffen sei auch die Fußballabteilung, die ja das Sportgelände benötige. Knorr betonte: "Wir werden jetzt in den nächsten zwei Jahren versuchen, zusätzliche neue und junge Kräfte in die Vorstandschaft zu integrieren, damit für die Zukunft die Weichen gestellt sind."

Mit Erleichterung konnte Knorr bei den Mitgliederzahlen einen seit drei Jahre anhaltenden Trendwechsel feststellen. Mit 878 Mitgliedern sei der Blick in die Zukunft eher optimistisch. Als positiv wertete es der Vorsitzende, dass der Anteil der Kinder und Jugendlichen auf 33 Prozent gesteigert werden konnte. Dass im Verein gute Arbeit geleistet werde, zeige die Vielzahl der Ehrungen und die stabilen Mitgliederzahlen.

Was die TSV-Turnhalle anbelangt, erinnerte Knorr an die brandschutztechnischen Untersuchungen. Veranstaltungen mit mehr als 200 Personen könnten nur mit Ausnahmegenehmigungen stattfinden. Am 6. Juni gibt es auf dem Sportgelände und in der TSV-Turnhalle eine Großveranstaltung: Loew Soziale Dienstleistungen wird zur Gründung eines eigenen Sportvereins ein Sport- und Spielfest veranstalten. Nachmittags tritt das Loew-aktiv-Team gegen die Traditionsmannschaft des 1. FC Nürnberg an. Abends tritt in der TSV-Turnhalle "AC/DX" auf. An diesem Tag findet auch das Champions-League-Finale statt. Sind die Bayern im Finale, wird das Spiel auf einer Großleinwand übertragen.

Rücklagen bilden

Einen Appell, sich für den TSV einzusetzen, richtete Vorsitzender Josef Knorr an die Marktgemeinde. Eine neue Halle sei für viele Sparten und Bereiche wunderbar. Er gab jedoch zu bedenken, dass eine Fußballsaison auf Rasen gespielt werde. Er, Knorr, stelle sich jederzeit zur Verfügung, um mit der Firma Pilkington zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen. Mit dem Verlust von Großveranstaltungen waren für den Hauptverein empfindliche Einnahmeverluste verbunden, doch die Finanzlage ist laut Knorr im Großen und Ganzen stabil. Allerdings gelte es, Rücklagen für notwendige Arbeiten in der TSV-Turnhalle zu bilden. Sehr erfreut teilte Knorr mit, dass der Verein derzeit 15 anerkannte Übungsleiter habe.
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