Nur so können die enormen Investitionen geschultert werden - Kontinuierlicher Schuldenabbau
Luhe-Wildenau greift in die Rücklagen

Kämmerin Anna Gruber war heuer erstmals für den Haushalt zuständig. Bild: bey
Luhe-Wildenau. (bey) Der Haushalt 2015 des Marktes hat ein Volumen von 8 857 645 Euro und ist damit um 829 812 Euro höher als im Vorjahr. Allein der Vermögensetat liegt mit 3 339 500 Euro um 510 750 Euro über der Vorjahresmarke. Dies sei ein klares Zeichen einer höheren Investitionsbereitschaft, sagte Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Preißer.

Der Ausgleich des Zahlenpakets war aber nur mit der Entnahme aus Rücklagen möglich. Nach ausführlicher Diskussion stimmte der Marktrat dem Haushalt einstimmig zu.

Belegschaft aufgestockt

Kämmerin Anna Gruber trug die wichtigsten Zahlen vor. Der Verwaltungsteil ist gegenüber dem Vorjahr um 314 062 Euro gestiegen. Dies sei in erster Line der Einstellung von zwei Mitarbeitern in der Verwaltung zum 1. Oktober 2014 und einer eventuell weiteren Einstellung geschuldet.

Erhöht werde auch der Ansatz für den Brandschutz. Die Marktgemeinde wird den Erwerb von Führerscheinen der Klasse C durch Wehrmitglieder mit bis zu 2500 Euro unterstützen. Dieser Führerschein kostet 3500 Euro.

Der Verwaltungshaushalt enthält aber auch bei den Wehren Ansätze für weitere Ausstattung, 135 000 Euro für den Straßenunterhalt, wie beispielsweise Mäharbeiten und Winterdienst, und für den Pendlerparkplatz bei Unterwildenau.

Im Bereich Einnahmen verzeichnet der Haushalt einen Betrag von 1 405 660 Euro bei der Einkommenssteuerbeteiligung, 694 800 Euro bei den Schlüsselzuweisungen, 900 000 Euro Gewerbesteuer und 260 000 Euro bei den Grund- und der Hundesteuer. Diesen Einnahmen steht die Kreisumlage in Höhe von 1 121 106 Euro gegenüber.

Der Vermögensetat enthält Ausgaben für die Wehren in Höhe von 100 000 Euro, die sich um die Haushaltsreste des Vorjahres auf 160 000 Euro erhöhen. Damit kann der Erwerb eines Fahrzeuges samt Beladung finanziert werden. Der Umfang der Beladung stehe aber nicht fest, soll aber in jedem Fall auf Hochwasserereignisse ausgerichtet sein, erklärte Bürgermeister Preißer auf Anfrage von Roland Rauch.

Für Sanierungsmaßnahmen an der Grundschule sind 120 000 Euro eingeplant. Weitere größere Ausgabeposten entfallen auf die Sanierung der alten Bierkeller in Höhe von 20 000 Euro, Ausgaben die laut Sebastian Hartl sinnvoll seien, aber nur dann umgesetzt werden sollten, wenn die Mittel vorhanden seien. Der Zuschuss zum Pfarrheimbau beträgt 50 000 Euro. Für den Straßenbau "Obere Tratt" fallen 150 000 Euro und im Baugebiet "Eschlingweiher III" 190 000 Euro an.

Finanzen geordnet

Tiefbaumaßnahmen im Bereich Abwasserbeseitigung sind mit 370 000 Euro geplant, der Breitbandausbau im Gewerbegebiet "Obere Tratt" und bei der Firma Höhbauer und in Schwanhof mit 240 000 Euro. Für die Sanierung des Naabtalhauses sind 100 000 Euro vorgesehen. Ob hier die 60 000 Euro für die Dachsanierung ausreichend sind, ist laut Bürgermeister Preißer noch fraglich. Zusammenfassend stellte die Kämmerin fest, dass die Finanzen des Marktes gesichert seien und der Schuldenstand kontinuierlich abgebaut werde. Dies sei möglich, weil mit der Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögensetat in Höhe von 493 170 Euro in jedem Fall der Schuldendienst von 150 500 Euro gedeckt werde.
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