Nur Torausbeute nicht spitze

Der Etzenrichter Johannes Pötzl traf den Ball zwar nicht richtig, dennoch landete das Leder zum 2:1-Siegtreffer im Tor der SpVgg Lam. Bild: war

Der SV Etzenricht schwimmt weiter auf der Erfolgswelle. Die Blau-Schwarzen feierten einen 2:1-Heimsieg über die SpVgg Lam, wobei lediglich die Chancenverwertung zu bemängeln war.

Etzenricht. (war) Der Sportverein landete gegen die Gäste den neunten Saisonsieg und verteidigte am 12. Spieltag der Landesliga Mitte die Spitzenposition. Das Endergebnis stand schon vor dem Seitenwechsel fest. "Die Spannung wurde unnötig bis in die Nachspielzeit hoch gehalten", lautete die Kritik von SV-Trainer Michael Rösch aufgrund der Vielzahl an vergebenen Möglichkeiten.

Der Gastgeber geriet in der 12. Minute früh in Rückstand. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld konterte die SpVgg und die SVE-Deckung sah dabei nicht gut aus. Lams Routinier Pavel Dobry legte den eroberten Ball steil in den Lauf von Alessandro Pittoni, zusammen mit Michael Hastreiter bester Feldspieler der Gäste, und dieser platzierte ihn flach und unhaltbar in die lange Ecke. "Das durfte so nicht passieren. Wir haben es dem Gegner zu einfach gemacht. Nur gut, dass wir gleich die passende Antwort parat hatten", meinte Rösch. Bereits der nächste Etzenrichter Spielzug war erfolgreich, Andreas Schimmerer glich postwendend aus.

Die "Osserbuam" hatten ihre besten Szenen in der Anfangsphase. Es dauerte etwa 20 Minuten, bis Stephan Herrmann & Co. dominierten und dem Match den Stempel aufdrückten. Der beste Etzenrichter Angriff lief über Andreas Schimmerer, seine von links nach innen gezirkelte Flanke wuchtete Martin Pasieka (33.) mit einem Kopfball Richtung Tor und Christoph Bergmann wehrte den Ball mit einer Flugeinlage ab. Der Lamer Keeper vereitelte vor und nach der Pause reihenweise beste Etzenrichter Gelegenheiten. Beim entscheidenden 2:1 war er aber machtlos. Johannes Pötzl traf das Spielgerät alles andere als ideal. Einer Billardkugel gleich, mit Schienbeinen als Bande, kullerte der Ball über die Torlinie. Das war es aber schon, was das Glück beim Abschluss der zunehmend häufiger und zwingender wirkenden Etzenrichter Angriffe anging. Bei mehr als zehn Eckbällen in Folge und einigen Freistößen wollte kein weiterer Treffer gelingen. "Immer war ein Fuß dazwischen, der gegnerische Schlussmann hatte einen Glanztag", bedauerte Rösch. Es gab kaum einen Feldspieler im blauen Dress des SVE, der keine Gelegenheit zur Erhöhung des Halbzeit-Resultats hatte. Immer wieder schaltete sich die Abwehrreihe der Platzherren in die Angriffe ein, sorgten für jede Menge turbulente Szenen vor dem Tor der SpVgg Lam. Die Gäste beschränkten sich auf Abwehrarbeit, kontrollierte Angriffe waren Fehlanzeige. Zudem holte sich Lams Hastreiter eine berechtigte Ampelkarte ab und der SVE bestritt die Schlussviertelstunde in Überzahl.

"Über 90 Minuten geht das Ergebnis in Ordnung, Etzenricht hatte mehr und bessere Chancen", bilanzierte Gästetrainer Roland Fuidl. "Wir werden unserer Marschroute treu bleiben und am Boden bleiben", schloss Michael Rösch die Pressekonferenz mit einem kurzen Ausblick auf die beiden kommenden Lokalderbys in Mitterteich und daheim gegen Aufsteiger Gebenbach.
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