Nur Vollausbau kommt in Frage

Reparierte Flächen, Quer- und Längsrisse machen seit vielen Jahren den desolaten Zustand der Gemeindeverbindungsstraße nach Breitenlohe deutlich. Nun soll sie von Grund auf saniert und ausgebaut werden. Bild: rn

Der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße von Eschenbach nach Breitenlohe steht bevor. Der Stadtrat hat einstimmig ihren Vollausbau beschlossen. Baubeginn soll bereits im April nächsten Jahres sein.

Bevor die Planung für den Ausbau vorgestellt wurde, berichtete Bürgermeister Peter Lehr von mehreren Gesprächen mit dem Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach und zwei Ortsterminen. Dabei sei signalisiert worden, dass der erforderliche Ausbau nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) förderfähig sei. Lehr sprach von einer Förderquote von 50 bis 55 Prozent.

Mit der Planung des Straßenbauprojekts hat der Stadtrat das Ingenieurbüro Kohl aus Neukirchen beauftragt. Dessen Mitarbeiter Herbert Käs stellte dem Gremium die möglichen Ausbauarbeiten und das Planungsergebnis vor. Den desolaten Zustand der Straße beschrieb der Bauingenieur mit drei Stichpunkten: kein tragfähiger Untergrund, eine nur sieben bis neun Zentimeter starke Asphaltschicht, ausgeprägte Quer- und Längsrisse.

Etwa 64 Zentimeter stark

Als in Frage kommende Sanierungsvarianten stellte er einen vollgebundenen Oberbau sowie einen Vollausbau mit circa 50 Zentimeter Vollfrostschicht, 10 Zentimeter Tragschicht und 4 Zentimeter Deckschicht vor. Die Kosten bezifferte er mit 207 450 beziehungsweise 210 000 Euro. Bei den Fraktionen herrschte Einmütigkeit: "Vollausbau, keine andere Variante." Somit wird die Straße von bisher rund vier auf einheitlich fünf Meter verbreitert und erhält befestigte Bankette, die jeweils einen Meter breit sind. Hans Bscherer und Reinhard Wiesent sprachen sich zudem dafür aus, die Zufahrten zu den landwirtschaftlichen Grundstücken zu Ausweichstellen auszubauen.

Bauingenieur Herbert Käs sprach dann mehrere Maßnahmen an, die noch vor dem Baubeginn erforderlich sind. Dazu zählte er die Berücksichtigung von Forderungen des Naturschutzes, Schutzplanken für Bäume, deren Stammdurchmesser mehr als zehn Zentimeter beträgt, das Eingehen auf wasserwirtschaftliche Aspekte und Bodenproben. Eine Vollsperrung während des Ausbaus hielt er für unvermeidlich.

Im Januar Ausschreibung

"Der Planungsvorentwurf liegt bereits beim Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach", teilte der Mitarbeiter des Ingenieurbüros mit. Der Zeitplan sieht nach der Vorlage des Bauentwurfs bis Ende Januar die Ausschreibung, bis Ende Februar die Submission, im März die Auftragsvergabe und im April den Baubeginn vor. Mitte Juli soll die Straße nach Breitenlohe - auch "Hohe Straße" genannt - dann wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Die Bezeichnung "Hohe Straße" für die Strecke begann einst bereits an der Bergkirche. Auf Initiative der ehemaligen Turnabteilung des Sportclubs erhielt der im Stadtgebiet liegende Teil in den 1950er Jahren jedoch den Namen "Jahnstraße".

Fritz Betzl erinnerte in der Sitzung des Stadtrats daran, dass die bisher erfolglosen Bestrebungen zum Ausbau der Straße bereits vor gut 15 Jahren begonnen haben. In diesem Sommer habe die SPD-Fraktion dann einen erneuten Anstoß zur Sanierung gegeben.
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