Nur Zieldarsteller, keine Drohne

Ein Learjet dieser Größe, geschickt von der Gesellschaft für Flugzieldarstellung, kreiste in der Annabergfestwoche im Auftrag der Bundeswehr mehrfach über der Region. Bild: Markus Willmann/Jetphotos.net

Das Rätsel ist gelöst: Das Annabergfest-Ufo war ein kleiner Jet, der im Auftrag der Bundeswehr ein Luftziel darstellen sollte - also doch keine US-Späh-Drohne, wie viele der Bergfestbesucher mutmaßten. Gestern hatten die SRZ-Recherchen Erfolg.

Die Abteilung Flugbetrieb der Bundeswehr hatte nach unserer detaillierter Anfrage die richtige Auskunft parat: "Die Überprüfung ergab für den von Ihnen angegebenen Zeitraum keinen Anhaltspunkt für einen Übungsflugbetrieb mit unbemannten Luftfahrzeugen. Jedoch können die angegebenen Flugbewegungen dem angemeldeten Flug eines zivilen Luftfahrzeugs, welches im Auftrag der Bundeswehr als Zieldarsteller fungierte und im Bereich des Truppenübungsplatz Grafenwöhr flog, zugeordnet werden."

Dieses Luftfahrzeug sei auch mehrmals genau zu den angegebenen Zeiten in den Abendstunden im Luftraum über den beschriebenen Gebieten zwischen Edelsfeld und Sulzbach gekreist. Der kleine Jet mit seinem Piloten habe sich in einer Höhe von circa 1300 Meter über Grund im Landkreis Amberg-Sulzbach befunden - das entsprach laut Bundeswehr den flugbetrieblichen Vorschriften. "In diesen Höhen werden üblicherweise zu diesen Tageszeiten zur Verhütung von Zusammenstößen mit anderer Luftverkehrsteilnehmer, die Landescheinwerfer eingeschaltet.
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