Nur zwei gute Viertel reichen den Wasserballern gegen Potsdam nicht
Zwei Gesichter der Weidener

Weiden. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Doch die Chancen auf den vorzeitigen Klassenerhalt sind nach dem 6:11 (0:3, 3:1, 3:3, 0:4) im ersten Spiel der Best-of-3-Serie des Playdown-Viertelfinales am Samstagabend in der Thermenwelt deutlich gesunken. Die Oberpfälzer wollen zwar noch alles in der Serie versuchen, doch zwei Siege in Potsdam sind kaum realistisch.

In den ersten Minuten des Spiels konnte man noch keinen Trend ausmachen, doch die Harmlosigkeit im Sturm machte sich bei den Weidener bereits bemerkbar. Treffer fielen im Auftaktviertel nur für Potsdam. Zwei Tore erzielten die Gäste in Überzahl und das dritte, eine Sekunde vor der Pause, aus einem Freiwurf zum 0:3. Doch es kam noch schlimmer. Zwei Unterzahlspiele führten zum 0:4-Zwischenstand und das Spiel schien entschieden.

Nun erwachten die Oberpfälzer aber aus ihrer Lethargie und starteten eine Aufholjagd. Die Wodarz-Schützlinge trafen drei Mal in Folge und erzielten den 3:4-Anschluss noch vor der Pause.

Nur ein Tor zurück

Nach dem Seitenwechsel witterten die Zuschauer die Chance, dass der SV Weiden noch die Wende schaffen könnte. Die Mannschaften lieferten sich einen packenden Schlagabtausch. Die Weidener glichen in Überzahl zum 4:4 aus, Potsdam traf per Strafwurf zum 4:5. Sean Ryder lochte zum nächsten Ausgleich ein (5:5), Potsdam antwortete und erhöhte auf 7:5, ehe Ryder wieder verkürzte. Ein Tor lagen die Max-Reger-Städter vor dem letzten Drittel zurück, was im Schlussabschnitt Spannung versprach.

Doch das letzte Viertel geriet zu einer Enttäuschung. Es dauerte gut drei Minuten und die Potsdamer hatten mit einem Dreierpack das Spiel für sich entschieden (6:10). Der OSC packte noch einen Treffer drauf und versetzte Weiden den endgültigen K.o. Der Gastgeber musste nach zwei guten Vierteln am Ende doch die Überlegenheit des Tabellenzweiten aus Potsdam anerkennen. Nun hat man nur noch theoretische Chancen, am kommenden Wochenende in Potsdam die alles entscheidende Abstiegsrelegation zu vermeiden.
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