Nur zwei kleinere Einsätze

Gleich eine dreifache Premiere gab es bei der Jahresversammlung der Feuerwehr Haunritz-Högen. Mit leichtem Lampenfieber gaben der Vorsitzende, der Kommandant sowie der neue Kreisbrandmeister zum ersten Mal ihre Berichte vor der "Truppe" ab.

Gleich zu Beginn: Dies gelang bestens. Der Rückblick brachte nur zwei kleinere Einsätze. Zukunftsmusik wird wohl der neue Standort der Sirene und die Modernisierung und Erweiterung des Gerätehauses sein.

Einen großen Teil seiner Mannen hieß der seit 2014 amtierende Vorsitzende Jörg Herrmann im Landhotel "Sternwirt" willkommen. Besonders freute ihn der Zugang von sechs jungen Männern zur Wehr. Schriftführer Bernd Arnold blickte auf viele Ereignisse zurück. Ein Garant für gute Laune war wieder das Bockbierfest (gemeinsam mit dem 1. FCN-Fan-Club), zum Jubiläum der Feuerwehr Achtel rückte eine große Mannschaft aus und bei Ausflügen wurden die Wanderstiefel geschnürt.

Genügend Reserven

Etliche Geburtstagsjubilare bekamen Besuch und Präsente. Kassier Peter Herrmann stellte die Einnahmen und Ausgaben vor, die nach einem leichten Minus noch genügend Reserven übrig ließen. Die Kassenprüfer Kevin Haas und Gerd Bergmann bestätigten die gute Buchführung. Den Vereinsberichten folgte die Dienstversammlung, die Bürgermeister Reiner Pickel übernahm. Dieser wies auf die wachsenden Aufgaben der Wehr bei vielfältigen Notfällen hin, die neben der Brandbekämpfung eine breite Palette aufweisen. Dafür dankte er namens der Gemeinde dem ehrenamtlichen Einsatz und betonte eine gute Zusammenarbeit mit der weiteren gemeindlichen Wehr in Weigendorf.

In seinem ersten Bericht wies der neue Kommandant Michael Pirner auf die ständige Aus- und Weiterbildung in 15 Übungen (zwei Theorie, acht Praxis, drei Funk und zwei überörtlich) hin. Damit wird die Einsatzbereitschaft hoch gehalten. Seine 31 aktiven Wehrleute wurden nur zu zwei kleineren Alarmen mit Autounfall und Gebüschbrand gerufen. Der neue Kreisbrandmeister (KBM) Christian Meyer stellte sich vor. Aktuell läuft die Einführung des Digitalfunks, die Geräte für die Wehren werden in Kürze geliefert. Diese müssen in der neuen Leitstelle Amberg programmiert werden; ab April geht der Funk in den Betrieb. Der Kreisverband bietet heuer zwei Maschinistenausbildungen an. Namens der Kreisführung dankte er für die gute Führung und Bereitschaft der Wehr.

Anerkennung und Ansporn

Die Dienstversammlung wurde mit der Ehrung von Reiner Herrmann und Ralf Dotzler für 25-jährigen aktiven Dienst abgerundet. Die ministerielle Urkunde und das Ehrenzeichen drückten die Anerkennung und den Ansporn zum weiteren Mitmachen aus.

Als aktuelles Problem schnitt Ralf Dotzler die zusätzliche Alarmierung über Handy an. Dabei kam auch die Verlegung der Högener Sirene zur Sprache. Der vorgesehene Platz auf dem Trafohaus der Bayernwerk AG wurde von dieser Stelle aus technischen Gründen abgelehnt. Nun will man in der näheren Umgebung einen Mast aufstellen; das genaue Verfahren wird heuer in Angriff genommen. Dem früheren Vorsitzenden Günther Steger lag der Zustand des Gerätehauses auf der Seele. Das Gebäude aus den 70er Jahren hat keinen Wasseranschluss und somit auch keine Wasch- und Toilettenanlage. Dies gehöre aber heutzutage zum Standard. Er regte hier ein Konzept zur Modernisierung an, was bestimmt auf die Tagesordnung kommt.

Den Blick voraus richtete der Vorsitzende auf die heuer vorgesehenen Veranstaltungen wie das Bockbierfest am 28. Februar, eine Brauereibesichtigung, das Doppeljubiläum in Illschwang und den Frühschoppen am Vatertag. Zum zwanglosen Gedankenaustausch schlug er einen monatlichen Stammtisch jeweils am ersten Mittwoch beim "Dorfwirt" vor.
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