Oakley, der Devils-Schreck

Der Kanadier Louke Oakley war bei seinem Comeback wieder der Matchwinner für den EV Regensburg. Beim 5:2 gegen die Blue Devils war er an allen Toren beteiligt. Bild: Gebert

Die Blue Devils haben sich ordentlich verkauft, aber für das erhoffte Erfolgserlebnis hat es nicht gereicht. Im vierten Oberpfalzderby gegen den EV Regensburg in dieser Saison gab es mit 2:5 die vierte Niederlage. Den Unterschied machte wieder einmal der beste Block der Oberliga Süd aus.

Regensburg. (gb) Das Nachbarduell zwischen dem Tabellenzweiten EV Regensburg und dem Vorletzten Weiden war diesmal keine so einseitige Angelegenheit wie beim ersten Gastspiel der Blue Devils in der Donau-Arena. Bei der 5:11-Niederlage Mitte November lagen die Nordoberpfälzer nach sieben Minuten schon mit 1:5 zurück. Diesmal spielten die Gäste lange Zeit gut mit und mussten sich letztlich nur der individuellen Klasse der Regensburger Top-Reihe mit 2:5 (0:2, 2:1, 0:2) beugen.

Neben Lukas Salinger (krank), Dominik Schopper (im Aufbautraining) und Philipp Siller (verletzt) mussten die Blue Devils auch auf Konstantin Firsanov (Knochenabsplitterung im Handgelenk) verzichten. Die Verletzung, die am Freitag im Weidener Klinikum festgestellt wurde, hatte Firsanov am vergangenen Sonntag in Sonthofen durch einen Stockschlag erlitten. "Er wird auf jeden Fall ein, zwei Wochen pausieren müssen", erklärte Vorsitzender Thomas Siller.

Früh im Rückstand

Bei Regensburg war Top-Torjäger Louke Oakley erstmals nach seiner Leistenoperation wieder dabei - und damit war der gefürchtete "SOS"-Sturm mit dem Tschechen David Stieler, dem Kanadier Oakley und Vitali Stähle wieder komplett. "Auf diese starke Reihe müssen wir besonders aufpassen", hatte Devils-Trainer Josef Hefner im Vorfeld gesagt. Der Plan wurde früh durchkreuzt, denn schon nach 45 Sekunden markierte Stieler das 1:0 für die Domstädter. Beim ersten Powerplay waren Stieler und Oakley die Vorbereiter des 2:0 durch Verteidiger Barry Noe (10.). "Insgesamt haben wir im ersten Drittel ordentlich mitgespielt. Den Unterschied hat ganz einfach die erste Regensburger Reihe ausgemacht", stellte Thomas Siller fest. Der Vorsitzende trauerte einer Riesenchance zum Anschlusstreffer nach, die Marcel Waldowsky alleine vor dem EVR-Kasten vergab (18.).

Zu Beginn des zweiten Abschnitts bot sich den Blue Devils in Überzahl die Chance zum Ausgleich. Doch gefährlicher waren die Regensburger: Zunächst vergab Stieler einen Penalty, dann erhöhte Oakley in Unterzahl auf 3:0 (24.). Die Gäste steckten aber nicht auf und kämpften sich zurück ins Match. Neuzugang Timo Borrmann, der ein gutes Debüt im blau-weißen Trikot feierte, verkürzte auf 1:3 (28.). Als dann Jiri Kuchler eine schöne Kombination der ersten Weidener Reihe zum 2:3 (39.) abschloss, war plötzlich wieder alles offen.

Die Hoffnung auf mehr erfüllte sich für die Devils aber nicht - vor allem, weil sie im Schlussdrittel zu viele Strafzeiten kassierten. Das nutzte die Top-Formation des EVR aus und machte mit zwei Überzahl-Toren durch Oakley (42.) und dem Ex-Weidener Noe (52.) alles klar. Der Kanadier Oakley war übrigens bei seinem Comeback an allen fünf Treffern beteiligt.

"Natürlich hätten wir gerne ein Derby gewonnen. Dennoch bin ich zufrieden, weil wir heute ein ernstzunehmender Gegner waren. Den ersten Regensburger Block kann man eben nicht bremsen", sagte Devils-Coach Josef Hefner. Nicht ganz zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft war EVR-Trainer Doug Irwin. Er freute sich lediglich darüber, dass "wir in Überzahl die entscheidenden Tore gemacht haben".

Sonntag gegen Klostersee

Am Sonntag, 8. Februar, um 18.30 Uhr empfangen die Blue Devils den EHC Klostersee. Im Kampf um Platz zehn, der das Heimrecht in der ersten Play-down-Runde garantiert, ist ein Heimsieg Pflicht.
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