Oakley nicht zu stoppen

Die Blue Devils lieferten dem Spitzenreiter im Oberpfalzderby einen großen Kampf, doch es hat nicht ganz gereicht. Der EV Regensburg entführte die drei Punkte, wobei die Entscheidung erst 19 Sekunden vor Schluss durch ein "empty-net-goal" fiel.

Weiden. (gb) Tolle Stimmung, super Atmosphäre, packendes Match: Das Oberpfalzderby zwischen den Blue Devils und dem EV Regensburg wurde den hohen Erwartungen der Fans auf beiden Seiten voll gerecht. Beide Teams lieferten sich in der ausverkauften Hans-Schröpf-Arena eine ungemein spannende Partie mit dem glücklichen Ende für die Gäste. Mit seinem dritten Treffer machte der Kanadier Louke Oakley 19 Sekunden vor der Schlusssirene den 4:2 (1:1, 2:0, 1:1)-Erfolg für den EVR perfekt.

"Ich bin zufrieden, das war kämpferisch eine super Leistung meiner Mannschaft", sagte Devils-Coach Fred Carroll, der auf den erkrankten Vladimir Nikiforov verzichten musste. In den letzten zehn Minuten sei aber der Tank leer gewesen. "Da hat man gemerkt, dass wir die ganze Woche nicht komplett trainieren konnten. Das Spiel stimmt mich zuversichtlich, was die Zukunft betrifft."

Gästetrainer Doug Irwin sprach von einem sehr spannenden, engen Derby. "Weiden hat nie aufgegeben und hart gekämpft. In den ersten 40 Minuten hatten wir mehr vom Spiel. Ab Ende des zweiten Drittel sind wir lässig und unkonzentriert geworden und im dritten Abschnitt haben unnötige Strafen viel Kraft gekostet. Am Ende war es ein Arbeitssieg."

Durch den Ausfall von Nikiforov musste Fred Carroll die Sturmreihen umstellen. Veit Holzmann rückte in den zweiten Block, Florian Zellner wechselte von der Abwehr in den dritten Angriff. Beide Teams gingen von Beginn an ein hohes Tempo. Die ersten Minuten waren ausgeglichen, doch dann übernahmen die Regensburger das Kommando. Vor allem die Paradereihe mit dem Kanadier Louke Oakley, dem Tschechen David Stieler und Vitali Stähle sorgte ständig für Gefahr vor dem Kasten von Daniel Huber. Oakley war es dann auch, der nach Pass von Stieler das 1:0 für die Gäste markierte (13. Minute). Die Devils hatten vor allem im Spielaufbau große Probleme. Erst als sich auch die Regensburger einen Fehler leisteten, gelang dem Kanadier Craig Voakes der Ausgleich (20.).

Umstrittener Treffer

Dieser Treffer ärgerte die Gäste so sehr, dass sie nach Wiederbeginn das Weidener Abwehrdrittel regelrecht belagerten. Bis zur 28. Minute wehrten sich Goalie Daniel Huber und seine Vorderleute erfolgreich gegen die Angriffe, dann gerieten sie doch in Rückstand - allerdings sehr unglücklich. Nach einer umstrittenen Strafe gegen Craig Voakes löste auch der folgende Überzahltreffer Proteste aus. Die Weidener reklamierten wegen Torwartbehinderung, doch Referee Hunnius erkannte das Tor Lukas Heger an. Sechs Minuten später war Louke Oakley nicht zu stoppen und schloss sein tolles Solo zum 3:1 ab. Gegen Ende des Drittels hatten Marcel Waldowsky und Craig Voakes Chancen zum Anschlusstor.

Im Schlussdrittel versuchten die Blue Devils noch einmal alles, doch trotz fünf Strafzeiten gegen die Gäste reichte es nur zu einem Treffer durch Konstantin Firsanov (51./5:3-Überzahl). Gegen Ende schwanden die Kräfte und als Trainer Fred Carroll Torwart Daniel Huber vom Eis nahm, machte Louke Oakley alles klar.

Am Sonntag um 17.30 Uhr treten die Blue Devils beim EHC Klostersee an. Wahrscheinlich erneut ohne Nikiforov, für den laut Trainer Carroll ein Einsatz noch zu früh käme.
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