Obdach für unbegleitete Jugendliche

In der Gemeinderatssitzung gab Bürgermeisterin Carmen Pepiuk ferner zur Kenntnis, dass sie mit Stephan Müller vom Zessauer Jugendhilfeverein VEZ übereingekommen sei, ab November eine leerstehende Wohnung im Gemeindehaus an den Verein zu vermieten, um darin vier vom VEZ betreuten jugendlichen Flüchtlingen ein Obdach zu geben. "Die Wohnung steht seit Monaten leer, trotz einer Ausschreibung haben sich keine Nachmieter gefunden", informierte Pepiuk.

Deshalb wolle man nun durch die Aufnahme unbegleiteter Jugendlicher ein "Zeichen der Solidarität" setzen, zumal deren professionelle Betreuung gewährleistet sei. Der Gemeinderat billigte dies. Zu dem Entschluss eines Bürgers, Wohnraum in einem Privathaus als Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung zu stellen, erklärte Pepiuk, dass eine derartige Entscheidung allein Sache des Hauseigentümers sei.

Die Gemeinde habe weder die Befugnis noch die Absicht, sich gegen eine Solidaritätsgeste zu stellen, hielten Gemeinderat und Bürgermeisterin einhellig fest. (bjp)
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