Oberfränkische Reservisten beweisen in Immenreuth ihre Vielseitigkeit
"Terroristen" am Hochbehälter

Um trocken Fußes die andere Seite zu erreichen, mussten sich die Teilnehmer über den Flötzbach hangeln.
Immenreuth/Bayreuth. (kr) Für die Reservisten des Bezirks Oberfranken richteten die Oberpfälzer aus Immenreuth den militärischen Vielseitigkeitswettkampf aus. Ihn eröffnete am Samstagvormittag ein kräftiger Kanonendonner aus der Feldhaubitze "Long Tom". Sieben Mannschaften waren an acht Stationen gefordert, zehn Kilometer Fußmarsch inbegriffen.

Landtags-Vize als Zaungast

"Ich war wirklich beeindruckt. Man hat einen großen Ausbildungs- und Leistungsstand gesehen", zeigte sich der Vizepräsident des Bayerischen Landtages, Peter Meyer, begeistert. Er war Gast des Wettkampfs und der parallel dazu stattgefundenen sicherheitspolitischen Veranstaltung des Bezirksverbands. Meyer hatte in den 1980er Jahren Wehrdienst im Sanitätsdienst geleistet. Daher interessierte ihn die Station 7 mit Selbst- und Kameradenhilfe. "Heute werden ganz andere Anforderungen bei den Sanis gestellt, als ich sie kennengelernt habe. Mich haben insgesamt die Ausbildung, das Können und das Engagement der Reservisten beeindruckt", zollte der Vizepräsident Respekt.

Erste Herausforderung war ein Dreistellungskampf mit dem G 36 auf der 100-Meter-Bahn der Schützengesellschaft. Gleich daneben fanden die Teams eine Kiste mit P 8-, MP 2- und G 36-Teilen, die schnellstmöglich zusammengebaut werden mussten. Eine Herausforderung besonderer Art wartete beim Handgrantatenzielwurf im Wald. Zwischen die Bäume hindurch mussten aus der Deckung Angreifer bekämpft werden.

Kurzfristig zum Munitionsbunker funktionierte der Organisationsstab den Wasserhochbehälter von Ahornberg um. Dort trafen die Streifen "terroristische Einbrecher" an, die gewaltsam versuchten, die Zugangstür aufzubrechen. Nach einem 1,2 Kilometer langen Eilmarsch bot die Station "Sicherheitspolitische Fragen" eine körperliche Entspannungspause in der Schutzhütte der Hammerbergwiese.

Den weiteren Weg um den Hammerberg zur Sanitätsstation durften die Streifen frei wählen. Zwei Verletzte in einem Auto, das in eine Sprengfalle geraten war, warteten auf ihre Erstversorgung. Zu guter Letzt verlangte die Station 8, den Flötzbach auf einem einfachen Seilsteg zu überqueren.

Bürgermeister mit dabei

"Die RK Immenreuth unter ihrem Vorsitzenden Wolfgang Nickl bereitete den Wettkampf professionell vor. Ein Grund, warum der Wettkampf sehr schnell beendet war", resümierte Bezirksvorsitzender Dr. Klemens Brosig. Er freute sich auch, dass Bürgermeister Heinz Lorenz aktiv mit eingebunden war. Zur Unterstützung der Reservistenkameradschaft hatte die Feuerwehr Immenreuth den Seilsteg aufgebaut und betreut. Als Sieger aus dem Wettkampf ging die RK Hausen mit 549 Punkten hervor. Auf Platz zwei folgte die RK Hochstadt (541), Dritter wurde die RK Donndorf-Eckersdorf (514).
Weitere Beiträge zu den Themen: Juni 2015 (7771)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.